| Erweiterte Beschreibung | Anmerkung auf der alten Karteikarte: „Signalpfeife aus Antilopenhorn. Heidenstämme Adamauas: Wulya-Heiden (Strümpell brieflich 10. August 1907) (auch Musgu, wie alle Heidenstämme N.-Adamauas). Das leierförmig gebogenen Horn stammt jedenfalls von jüngeren Exemplaren von Antilope.“ Welche heutige ethnische Gruppe das Äquivalent der auf der Karteikarte genannten "Wulya" sein könnte, konnte bisher nicht geklärt werden. Der Zusatz "Heiden" weist darauf hin, dass es sich um eine nichtislamische Gruppe handelte; die die Fulbe-Herrschaft nicht anerkannt und nicht zum Islam konvertiert war. Diese Information war für die Durchsetzung der deutschen indirekten Kolonialherrschaft in Nordkamerun relevant (IB 2021). Wachsklumpen am oberen und am unteren Ende. Alle Teile ursprünglich mit Zinnblech überzogen. Zwischen Horn und unterem Wachsklumpen ist eine Umwicklung mit geflochtenem Lederband. Als Tragband dient ein Baumwollband mit Schnur.
Ursprünglich hatte Strümpell dem Museum zwei dieser Signalpfeifen gegeben. Eine wurde später von Strümpell wieder entnommen und am 27. Dezember 1907 an das damalige Museum für Völkerkunde in Berlin abgegeben.
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Bemerkungen
Die Angaben zum Datum des Erwerbs der Sammlung durch das SMBS variieren in diesem Konvolut und sind hier entsprechend der Angaben des damaligen Konservators Otto Finsch auf den Karteikarten angegeben.