| Erweiterte Beschreibung | Die Trompete hat 5 Blaslöcher. Auf der alten Karteikarte wird sie als „Kriegsflöte bezeichnet. Strümpell bezeichnete einen Großteil der von ihm gesammelten Flöten als „Kriegshorn“, „Signalhorn“ oder „Kriegspfeife“. Möglicherweise geht diese Bezeichnung auf den kriegerischen Aneignungskontext zurück (IB 2021).
Nicht aufgefunden, auf der alten Karteikarte als Dublette bezeichnet. Nach der Skizze war das Horn stärker gekrümmt als bei Nr. 433. Das Objekt steht auf der Liste der 1920 über A. Speyer verkauften Objekte (Nr. 18).
Als ethnische Zuordnung ist auf der kolonialzeitlichen Karteikarte "Ngili Wuhum - u. Lam-Heiden" angegeben. Lam heißt heute ein Ort im Departement Mayo-Louti in der Region Nord. Er liegt neben Guider und wird überwiegend von den Guidar bewohnt. Mit „Ngili Wuhum“ war vermutlich das heutige Guili gemeint. Der Ort befindet sich im heutigen Extrême-Nord im Departement Mayo-Tsanaga, an der Grenze zu Nigeria. Er wird v.a. von den Bana gewohnt. Was es mit der Bezeichnung „Wuhum“ auf sich hat, ist nicht nachvollziehbar. Demnach kann das Objekt auf die Guidar oder Bana zurückgehen (Tevodai Mambai und Isabella Bozsa, 8.09.2021)
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Bemerkungen
Die Angaben zum Datum des Erwerbs der Sammlung durch das SMBS variieren in diesem Konvolut und sind hier entsprechend der Angaben des damaligen Konservators Otto Finsch auf den Karteikarten angegeben.