RPM_V_10993
| Inventarnummer | RPM_V_10993 |
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| Standort | Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim |
| Objektbezeichnung | Schale |
| Sammlungsort | China |
| Material | Porzellan |
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| Technik |
bemalt glasiert |
| Maße | H: 8,5 cm; Dm: 19,5 cm |
| Teile |
Einzelteil |
| Datierung | Ming-Dynastie, 1506-1521 |
| Verknüpfte Personen und Institutionen | Ernst Ohlmer |
| Typ |
Ethnographica |
| Kulturelle Zuschreibung | Chinesisch |
| Erweiterte Beschreibung | Der Dekor ist in hellem Unterglasurblau gemalt: Auf der Außenwandung sechs Medaillons mit arabischen Schriftzeichen innerhalb eines breiten Bandes mit einzelnen Lotosblütenzweigen, und unterhalb der Lippe ein schmales Band mit geometrischen Mustern, das sich auf der Innenwandung wiederholt; im Innern auf dem Grund ein Medaillon mit vier Lotosblütenzweigen und arabischen Schriftzeichen in der Mitte, eingefaßt von Doppelringen. Übersetzung der Inschrift: " Es sprach Ali: Wir tranken und gossen (den Rest) aus" Die Inschrift im Innern auf dem Grund besagt:" Segen". Porzellane mit arabisch-persischen Inschriften waren während der Zhengde-Periode in der Regel nicht für den ausländischen Markt bestimmt, sondern für chinesische Eunuchen, die, der Religion nach Moslems, einen dominierenden Einfluß auf das Staatswesen ausübten. Mit dem Tode von Zhengde endet die Produktion dieser Porzellane. Im Inventarbuch ist ein zugehöriger Holzsockel verzeichnet (V 10993 b) Ming-Dynastie (1368-1644), Zhengde-Marke und -Periode (1506-1521). Das Objekt ist im Katalog durch Ohlmers Sammlung unter der Nr. 176 (1932) und Nr. 91 (1898 Blauweiß) zu finden. |
| Zugangsjahr zur Sammlung | zwischen 1881 und 1929 |
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| Zugangsart zur Sammlung |
als Schenkung |
| Zugang von | Seezolldirektor Ernst Ohlmer |
| Vorbesitzer | Seezolldirektor Ernst Ohlmer |
Provenienz
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| Kürzel der Bearbeiterin/ des Bearbeiters |
AN |
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| Forschungsjahr der letzten Bearbeitung | 2024 |
| Status |
Provenienz bearbeitet |
| Rezeption | Ohlmer, Ernst, Führer durch die Ohlmer'sche Sammlung chinesischer Porzellane, z. Z. aufgestellt im Roemer-Museum Hildesheim, nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im Allgemeinen, seine Herstellung, Verwendung und Geschichte, Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1898| Ohlmer, Ernst und Louise, Führer durch die Ernst Ohlmer-Sammlung chinesischer Porzellane im Hermann Roemer-Museum in Hildesheim: nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im allgemeinen, seine Herstellung und Geschichte; Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1932| Wiesner, Ulrich, Chinesisches Porzellan: die Ohlmer'sche Sammlung im Roemer-Museum, Hildesheim, Mainz: Verlag Philipp von Zabern, 1981. |
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| Weiterführende Literatur | Nicklisch, Andrea, Die Sammlungen Ernst Ohlmer und Max von Brandt. Sammlungspraktiken im China der späten Qing-Zeit (1875-1914), Projekt-ID: KK_LA05_I2022, https://www.proveana.de/de/link/pro00000165. |
| Objekt URL | https://www.postcolonial-provenance-research.com/datenbank/exposition/rpm_v_10993/ |



Bemerkungen
Durch Ernst Ohlmer sind chinesische Porzellane zwischen 1881 und 1929 als Schenkung und als Nachlass ins Roemer-Museum Hildesheim gekommen. Die Sammlung E. Ohlmer war ab 1898 im Museum ausgestellt, eine endgültige Schenkung der Sammlung fand erst 1929 durch die Witwe Louise Ohlmer statt.