RPM_V 1874 a.-af.

InventarnummerRPM_V 1874 a.-af.
StandortRoemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim
ObjektbezeichnungKöcher mit Pfeilen
SammlungsortAfrika, Westafrika, Togo, Kabure oder Bassari
Material Sehne (Tier)
Leder
Holz
Technik unbestimmt
MaßeL ca. 50 cm
Teile Kombination
Datierungum 1899
Verknüpfte Personen und InstitutionenEthnologisches Museum Berlin
Adelheid Marianne von Kuylenstjerna
Valentin von Massow
KonvolutAnzahl Objekte aus Sammlung von Massow, erhalten 1900 von Frau von Kuylenstjerna durch Vermittlung des Königlichen Museums für Völkerkunde Berlin
ObjektartWaffe
Typ Ethnographica
Kulturelle Zuschreibung keine Zuschreibung
Erweiterte BeschreibungTranskription Brief Felix von Luschan (Kgl. Museum für Völkerkunde) an Achilles Andreae (Direktor des Roemer-Museums), 9. März 1900: „Aus dem Nachlasse des verstorbenen Oberleutnants von Massow und als Geschenk von seiner Mutter, Frau von Kuylenstjerna, übersende ich gleichzeitig ein Postpaket mit 4 Bogen und 6 Köchern mit vergifteten Pfeilen aus Togo. Eine ganz genaue nähere Angabe über die Herkunft vermag ich nicht zu geben; zweifellos stammen die Stücke aber entweder von den Kabure und Bassari selbst, oder von unmittelbaren Nachbarn derselben. Jedenfalls sind Bogen und Pfeile von einer Art, die bisher noch in keiner europäischen Sammlung vertreten gewesen sein dürften. Ein Dankschreiben für diese, wie ich annehme Ihnen erwünschte Zusendung, bitte ich an Frau von Kuylenstjerna, Steinhöfel bei Fürstenwalde richten zu wollen.“ (Stadtarchiv Hildesheim, Best. 741, Nr. 242)
Zugangsjahr zur Sammlung1900
Zugangsmonat zur Sammlung03
Zugangstag zur Sammlung9
Zugangsart zur Sammlung als Schenkung
Zugang vonAdelheid Marianne von Kuylenstjerna verwitwete von Massow, durch Vermittlung des Königlichen Museums für Völkerkunde Berlin (Felix von Luschan)
VorbesitzerValentin von Massow, Adelheid Marianne von Kuylenstjerna verwitwete von Massow (Mutter)

Provenienz

  • Am 09. März 1900 erworben von/vom Roemer-Museum Hildesheim durch Vermittlung bei/beim Königlichen Museum für Völkerkunde Berlin (Felix von Luschan, 1854-1924).
  • Um 1899/1900 erworben von/vom Königlichen Museum für Völkerkunde Berlin als Schenkung bei/beim Adelheid Marianne von Kuylenstjerna, verwitwete von Massow,.
  • 1899 erworben von/vom Adelheid Marianne von Kuylenstjerna, verwitwete von Massow (1844-1912) aus Nachlass bei/beim Valentin von Massow.
  • Vor 1899 erworben von/vom Valentin von Massow (1864-1899) in (kolonialen) Gewaltkontexten bei/beim Unbekannt.

Bemerkungen

Sollten die Waffen von den Kabiye stammen, drängt sich angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen, in die von Massow 1896 in Nordtogo verwickelt war, die Vermutung auf, dass es sich um "Kriegsbeute" handeln könnte. Vgl. Lang/Nicklisch: Den Sammlern auf der Spur, 2020.

Kürzel der Bearbeiterin/ des Bearbeiters SL
Inventarbuch-EintragKöcher aus Fell mit durchflochtenem Rande mit 31 Pfeilen, die keine eigentliche Kerbe im gewöhnlichen Sinn, sondern nur einen einseitigen Kerbensporn haben.
Forschungsjahr der letzten Bearbeitung2021
Forschungsmonat der letzten Bearbeitung04
Forschungstag der letzten Bearbeitung15
Status Provenienz bearbeitet
InventarbuchseitePDF
KarteikartePDF
Weiterführende Literatur

Lang, Sabine; Nicklisch, Andrea; mit einem Beitrag von Tristan Oestermann. 2020. Den Sammlern auf der Spur. Provenienzforschung zu kolonialen Kontexten am Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim 2017/18. Universitätsbibliothek Heidelberg, arthistoricum.net: Veröffentlichungen des Netzwerks Provenienzforschung in Niedersachsen, Band 2, S. 132-139

Weitere Objekte der verknüpften Personen in anderen Sammlungen/Museenu. a. Museum für Völkerkunde Leipzig, Ethnologisches Museum Berlin, Übersee-Museum Bremen, Museum für Völkerkunde (heute: Weltkulturen-Museum) Frankfurt/Main, Staatliches Museum für Völkerkunde München (heute: Museum Fünf Kontinente)
Objekt URLhttps://www.postcolonial-provenance-research.com/datenbank/exposition/rpm_v-1874-a-af/
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