RPM_V 10920

InventarnummerRPM_V 10920
StandortRoemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim
ObjektbezeichnungVase
SammlungsortChina
Material unbestimmt
Technik glasiert
MaßeH: 22,5 cm; Dm: 19 cm
Teile Einzelteil
DatierungQing-Dynastie (1644-1911), Kangxi-Periode (1662-1722), Fu-Marke
Verknüpfte Personen und InstitutionenErnst Ohlmer
KonvolutSammlung Ernst Ohlmer
Typ Ethnographica
Kulturelle Zuschreibung keine Zuschreibung
Erweiterte BeschreibungBreites, bauchiges Gefäß im Typus der archaischen Kultbronze Hu, mit ausschwingendem, hohem, abgesetztem Fuß und einer hochgestellten Lippe analog dem Fußring; auf der Schulter zwei applizierte Löwenköpfe. Der Dekor ist in einem kräftigen Unterglasurblau gemalt: Auf der Wandung ein dichtes "Fischschuppenmuster" mit zwei breiten Reserven, die eine mit Henne und Küken in einer Landschaft mit Spinnwebennetz, die andere mit einer Seelandschaft und zwei Anglern und nicht lesbaren Siegeln; ferner sind ausgespart je ein weißgrundiger Hase unterhalb der Löwenköpfe. Diese Zone wird eingefaßt von ornamentalen Bändern oben und unten; am Fußring und an der Lippe Dreiecksmuster und am Fußansatz ein Ruyi-Band. Die siegelartige Fu-Marke ist in einem zusätzlich in die Basis eingetieften Feld innerhalb eines Doppelrings in Unterglasurblau geschrieben. Die Verwendung einer Fu-Marke auf Kangxi-Porzellanen ist ungewöhnlich. Interessant ist die Verwendung von Siegeln auf einem der Bilder der Reserven, die als Vorlage eine Bildrolle nahelegen sollen Das Objekt ist im Katalog durch Ohlmers Sammlung unter der Nr. 207 (1932) und Nr. 22 (1898 Blauweiß) zu finden.
Zugangsjahr zur Sammlungzwischen 1881 und 1929
Zugangsart zur Sammlung als Schenkung
VorbesitzerSeezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927)

Provenienz

  • zwischen 1881 und 1929 erworben von/vom Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim als Schenkung bei/beim Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927).
  • 1889-1898 erworben von/vom Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927) durch unbekannte Erwerbsart bei/beim kaiserlich-preußischen Gesandten Max von Brandt (1835-1920).
  • 1875-1880 erworben von/vom kaiserlich-preußischen Gesandten Max von Brandt (1835-1920) durch Kauf bei/beim unbekanntem Verkäufer.

Bemerkungen

Durch Ernst Ohlmer sind chinesische Porzellane zwischen 1881 und 1929 als Schenkung und als Nachlass ins Roemer-Museum Hildesheim gekommen. Die Sammlung E. Ohlmer war ab 1898 im Museum ausgestellt, eine endgültige Schenkung der Sammlung fand erst 1929 durch die Witwe Louise Ohlmer statt.

Kürzel der Bearbeiterin/ des Bearbeiters AN
Forschungsjahr der letzten Bearbeitung2023
Status Provenienz in Bearbeitung
RezeptionOhlmer, Ernst, Führer durch die Ohlmer'sche Sammlung chinesischer Porzellane, z. Z. aufgestellt im Roemer-Museum Hildesheim, nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im Allgemeinen, seine Herstellung, Verwendung und Geschichte, Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1898| Ohlmer, Ernst und Louise, Führer durch die Ernst Ohlmer-Sammlung chinesischer Porzellane im Hermann Roemer-Museum in Hildesheim: nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im allgemeinen, seine Herstellung und Geschichte; Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1932| Wiesner, Ulrich, Chinesisches Porzellan: die Ohlmer'sche Sammlung im Roemer-Museum, Hildesheim, Mainz: Verlag Philipp von Zabern, 1981.
Weiterführende Literatur

Nicklisch, Andrea, Die Sammlungen Ernst Ohlmer und Max von Brandt. Sammlungspraktiken im China der späten Qing-Zeit (1875-1914), Projekt-ID: KK_LA05_I2022, https://www.proveana.de/de/link/pro00000165.

Objekt URLhttps://www.postcolonial-provenance-research.com/datenbank/exposition/rpm_v-10920/
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