RPM_V 10909

InventarnummerRPM_V 10909
StandortRoemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim
ObjektbezeichnungPilgerflasche
SammlungsortChina
Material unbestimmt
Technik glasiert
MaßeH: 17,6 cm; B max.: 15,5 cm; T6,5 cm
Teile Einzelteil
DatierungQing-Dynastie (1644-1911), Qianlong-Marke und -Periode (1736-1795)
Verknüpfte Personen und InstitutionenErnst Ohlmer
KonvolutSammlung Ernst Ohlmer
Typ Ethnographica
Kulturelle Zuschreibung keine Zuschreibung
Erweiterte BeschreibungÜber einem gewölbten Fußring, mit runder, zu zwei Schauseiten abgeflachter Gefäßform, die in einem eingeschnürten Hals mit becherartig geweiteter Mündung und nach innen gestellter Lippe übergeht; mit zwei weiten, eckig gebogenen Henkeln, die auf der Schulter in Ruyi-Köpfen enden. Der Dekor ist in Unterglasurrot gemalt: Auf jeder Seite der Wandung ein großes Medaillon, in das, ausgehend von einem sechseckigen Stern in der Mitte, ein kleingliederiges geometrisches Muster eingepaßt ist, dessen einzelne Felder wiederum Rahmen für stilisierte Blumen und Ranken bilden; auf den Schmalseiten eine formalisierte Blütenranke, die sich in einem Band am Halsansatz wiederholt, und an der Mündung ein "Wolkenkragen"-Muster.Die Sechs-Zeichen-Siegelmarke ist in Unterglasurblau auf die Basis geschrieben. Ursprünglich Sammlung Ernst Ohlmer. Weitere Beispiele befinden sich in der Baur Collection (Ayers, Chinese Ceramics, IV, Kat. Nr. A 535) und im Gulbenkian Museum ( Legeza, Malcom Macdonald Collection, Kat.Nr. 220; siehe auch Jenyns, Later Chinese Porcelain, Tafel 86, der dieses unterglasurrote Stück neben ein Beispiel dieses Typus in Überglasurrot stellt). Diese Pilgerflaschen beziehen sich auf ein Vorbild des frühen 15. Jahrhunderts (Pope, An Early Ming Porcelain in Muslim Style, in: Aus der Welt der islamischen Kunst. Festschrift für Ernst Kühnel, Berlin 1959; mit einer Darstellung der Bedeutung des Dekors). Das Beispiel in Unterglasurblau im National Palace Museum, das dort in die Yongle-Periode, 1403- 1424 datiert wird ( Blue-And-White Ware of the Ming Dynasty, I, Tafel 6), stammt nach Ayers möglicherweise erst aus der Qing-Zeit (Chinese cermaics, IV, Kat. Nr. A 535). Das Objekt ist im Katalog durch Ohlmers Sammlung unter der Nr. 157 (1932) und Nr. 91 (1898 Bunt) zu finden.
Zugangsjahr zur Sammlungzwischen 1881 und 1929
Zugangsart zur Sammlung als Schenkung
VorbesitzerSeezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927)

Provenienz

  • zwischen 1881 und 1929 erworben von/vom Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim als Schenkung bei/beim Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927).
  • 1872-1880 erworben von/vom Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927) durch Kauf

Bemerkungen

Durch Ernst Ohlmer sind chinesische Porzellane zwischen 1881 und 1929 als Schenkung und als Nachlass ins Roemer-Museum Hildesheim gekommen. Die Sammlung E. Ohlmer war ab 1898 im Museum ausgestellt, eine endgültige Schenkung der Sammlung fand erst 1929 durch die Witwe Louise Ohlmer statt.

Kürzel der Bearbeiterin/ des Bearbeiters AN
Forschungsjahr der letzten Bearbeitung2023
Status Provenienz in Bearbeitung
RezeptionOhlmer, Ernst, Führer durch die Ohlmer'sche Sammlung chinesischer Porzellane, z. Z. aufgestellt im Roemer-Museum Hildesheim, nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im Allgemeinen, seine Herstellung, Verwendung und Geschichte, Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1898| Ohlmer, Ernst und Louise, Führer durch die Ernst Ohlmer-Sammlung chinesischer Porzellane im Hermann Roemer-Museum in Hildesheim: nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im allgemeinen, seine Herstellung und Geschichte; Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1932| Wiesner, Ulrich, Chinesisches Porzellan: die Ohlmer'sche Sammlung im Roemer-Museum, Hildesheim, Mainz: Verlag Philipp von Zabern, 1981.
Weiterführende Literatur

Nicklisch, Andrea, Die Sammlungen Ernst Ohlmer und Max von Brandt. Sammlungspraktiken im China der späten Qing-Zeit (1875-1914), Projekt-ID: KK_LA05_I2022, https://www.proveana.de/de/link/pro00000165.

Objekt URLhttps://www.postcolonial-provenance-research.com/datenbank/exposition/rpm_v-10909/
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