| Erweiterte Beschreibung | Anmerkung auf der alten Karteikarte. „Sehr eigentümlich durch den runden, aus einer Art schwarzer Kittmasse hergestellten runden Kopf am oberen Ende mit dem Blasloch, am unteren Ende nur 1 kleines Loch. 724 u. 725 sind unten mit Eisenring umgeben, 725 außerdem mit einem Fellstreif umwunden.“
Nicht aufgefunden. Als Dublette bezeichnet. Das Objekt steht auf der Liste der 1920 über A. Speyer verkauften Objekte (Nr. 24).
Strümpell bezeichnete einen Großteil der von ihm gesammelten Flöten als „Kriegshorn“, „Signalhorn“ oder „Kriegspfeife“. Möglicherweise geht diese Bezeichnung auf einen kriegerischen Erwerbskontext zurück (IB 2021). Nach der Literatur wurden Flöten bei den nichtislamischen Gruppen in Nordkamerun zum Vergnügen oder bei Zeremonien gespielt, z. B. bei Totenfesten oder im Zusammenhang mit der Initiation (vgl. Wente-Lukas 1977, S. 261 ff.). Als ethnische Zuordnung ist auf der kolonialzeitlichen Karteikarte "Lam-Heiden" angegeben. Lam heißt heute ein Ort im Departement Mayo-Louti in der Region Nord. Er liegt neben Guider und wird überwiegend von den Guidar bewohnt. Demnach kann das Objekt auf die Guidar zurückgehen (Tevodai Mambai und Isabella Bozsa, 8.09.2021). |
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Bemerkungen
Die Angaben zum Datum des Erwerbs der Sammlung durch das SMBS variieren in diesem Konvolut und sind hier entsprechend der Angaben des damaligen Konservators Otto Finsch auf den Karteikarten angegeben.