SMBS_1709-0017-00

InventarnummerSMBS_1709-0017-00
Alte InventarnummerVw 1.1-61/8; A III c 410
StandortStädtisches Museum Braunschweig
ObjektbezeichnungFigur
Indigene Bezeichnung mu po; ma poe; mɛ pô
SammlungsortAfrika, Kamerun, Region West, "Bamunkung" heute Bamougoum (?)
Material Zahn (Elefant)
Technik unbestimmt
MaßeH: 9,3 cm
Teile Einzelteil
Datierungvor 1902
Verknüpfte Personen und InstitutionenKurt Strümpell
Konvolut1. Konvolut Strümpell
Typ Ethnographica
Kulturelle Zuschreibung keine Zuschreibung
Erweiterte BeschreibungWeibliche Geschlechtsmerkmale, Durchbohrung im Nacken, Öffnung im Scheitelbereich. Frühere Recherche E. Haase (Kuratorin für Ethnologie am SMBS bis 2019): Solche Figuren konnten zum Besitz einer Geheimgesellschaft wie der Ku'ngang-Gesellschaft gehören. "Krankheiten, Tod und Unglück anderer Art werden nach Vorstellung der Menschen im Kameruner Grasland durch Hexen verursacht. Vor dieser allgegenwärtigen Gefahr versucht man sich durch das Mitführen von magischen Figuren zu schützen. Bei Maskentänzen wurden solche Amulette auch von den Bundmitgliedern getragen." (Literatur Harter?) Bezeichnung "mupo" anhand von Literatur Lintig/Harter. Prof. A. Gouaffo 2021: In der Bamougoum-Sprache heißt mɛ pô "Mutter von Kindern" und stand in Zusammenhang mit Fruchtbarkeitsritualen. Nach Richard Tsogang Fossi 2020 kann es sich auch um ein persönliches Schutzamulett gehandelt haben.
Zugangsjahr zur Sammlung1902
Zugangsart zur Sammlung als Schenkung
Zugang vonKurt Strümpell

Provenienz

  • August 1902 erworben von/vom Städtischen Museum Braunschweig (seit 1861) als Schenkung bei/beim Kurt Strümpell.
  • Vor August 1902 erworben von/vom Kurt Strümpell (1872-1947) durch unbekannte Erwerbsart bei/beim unbekannter Person.

Bemerkungen

Auf der Karteikarte ist "Bamunkung" notiert. Heute gibt es keinen Ort mit diesem Namen. Möglicherweise handelt es sich dabei um den heutigen Ort Bamougoum. Ethnische, linguistische Zuschreibungen und Ortsnamen wurden in der Dokumentation zum Teil synonym verwendet, was die heutige geografische Zuordnung erschwert. In Bamougoum wird Ngemba gesprochen, während das Bamougoum v.a. zwischen den Flüssen Mbam und Noun verbreitet ist. Verglichen mit der heutigen Karte kann es sich beim damaligen "Bamunkung" auch um das heutige Bamougong oder Bamendjinda handeln.

Kürzel der Bearbeiterin/ des Bearbeiters IB
AH
Forschungsjahr der letzten Bearbeitung2021
Forschungsmonat der letzten Bearbeitung02
Forschungstag der letzten Bearbeitung26
Status Provenienz in Bearbeitung
KarteikartePDF
Weiterführende Literatur

Beschrieben in: D. Hecht, „Katalog der afrikanischen Sammlung im Städtischen Museum Braunschweig. Braunschweiger Werkstücke ; 37“. Waisenhaus-Buchdr. und Verl., Braunschweig, 1968.; Veröffentlicht in: „TABU?! : verborgene Kräfte - geheimes Wissen ; [.. erscheint anlässlich der Landesausstellung 2012 der Ethnologischen Sammlungen Niedersachsens .. im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover, 28. September 2012 - 7. April 2013]“. Imhof, Petersberg, 2012.; Literatur in Zusammenhang: B. von Lintig, „Die bildende Kunst der Bangwa : Werkstatt-Traditionen und Künstlerhandschriften“. Akad. Verl., München, 1994.

Objekt URLhttps://www.postcolonial-provenance-research.com/datenbank/exposition/smbs_1709-0017-00/
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