SMBS_1709-0010-00
| Inventarnummer | SMBS_1709-0010-00 |
|---|---|
| Alte Inventarnummer | A III c 403; Vw 1.8-61/6 |
| Standort | Städtisches Museum Braunschweig |
| Objektbezeichnung | Weibliche Figur mit Medizinalienbehälter |
| Sammlungsort | Afrika, Kamerun, Südwestkamerun |
| Material | unbestimmt |
|---|---|
| Technik | unbestimmt |
| Maße | H: 42 cm |
| Teile | Keine Zuordnung |
| Datierung | vor 1902 |
| Verknüpfte Personen und Institutionen | Kurt Strümpell |
| Konvolut | 1. Konvolut Strümpell |
| Typ |
Ethnographica |
| Kulturelle Zuschreibung | keine Zuschreibung |
| Erweiterte Beschreibung | Der Medizinalienbehälter auf dem Bauch ist noch verschlossen, ein weiterer Behälter auf der linken Seite ist leer. Starke Inkrustierung. Es könnte sich bei dieser Figur um eine Orakel-Figur oder Wahrsageinstrument des Kungang-Bundes (mächtiger exklusiver Männerbund) handeln. Die Schreibweise der kulturellen Zuschreibung variiert in den Quellen; auf den alten Karteikarten im Museum wird überwiegend die Bezeichnung "Bangua" verwendet. |
| Zugangsjahr zur Sammlung | 1902 |
|---|---|
| Zugangsart zur Sammlung |
als Schenkung |
| Zugang von | Kurt Strümpell |
Provenienz
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| Kürzel der Bearbeiterin/ des Bearbeiters |
IB |
|---|---|
| Forschungsjahr der letzten Bearbeitung | 2020 |
| Forschungsmonat der letzten Bearbeitung | 12 |
| Forschungstag der letzten Bearbeitung | 3 |
| Status |
Provenienz in Bearbeitung |
| Karteikarte | |
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| Weiterführende Literatur | B. von Lintig, „Die bildende Kunst der Bangwa : Werkstatt-Traditionen und Künstlerhandschriften“. Akad. Verl., München, 1994.; D. Hecht, „Katalog der afrikanischen Sammlung im Städtischen Museum Braunschweig. Braunschweiger Werkstücke ; 37“. Waisenhaus-Buchdr. und Verl., Braunschweig, 1968. |
| Objekt URL | https://www.postcolonial-provenance-research.com/datenbank/exposition/smbs_1709-0010-00/ |

Bemerkungen
Im Sammelzeitraum zwischen 1901-1902 fanden Militärinterventionen gegen die „Bangwa“ statt, an denen Strümpell als Leutnant bzw. Oberleutnant der deutschen Schutztruppe beteiligt war. Der strukturelle Zusammenhang zwischen militärischer Durchdringung und dem Sammeln deutet auf einen Gewaltkontext hin, in dem Strümpell das „Bangwa“-Konvolut erwarb. Möglicherweise ist es eine Arbeit aus der Werkstatt des Bangwa-Künstlers Ateu Atsa (vgl. Lintig 2001, S. 79)