RPM_V 10973
| Inventarnummer | RPM_V 10973 |
|---|---|
| Standort | Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim |
| Objektbezeichnung | Kerzenleuchter |
| Sammlungsort | China |
| Material | unbestimmt |
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| Technik |
bemalt glasiert |
| Maße | H: 68 cm |
| Teile |
Kombination |
| Datierung | 1740 |
| Verknüpfte Personen und Institutionen | Ernst Ohlmer |
| Typ |
Ethnographica |
| Kulturelle Zuschreibung | keine Zuschreibung |
| Erweiterte Beschreibung | Der Kerzenhalter ist dekoriert in Unterglasurblau und imitiert in Form und Dekor Vorbilder aus der frühen Ming Dynastie. Sowohl in China als auch im spätmittelalterlichen Europa wurde diese Kerzenhalterform etwa zeitgleich von Metallvorbildern aus dem islamischen Kulturraum übernommen. In Europa waren es wohl muslimische Händler in Venedig, die die vorliegende Kerzenhalterform bekannt machten. Die Inschrift in der Kartusche auf dem Standfuß gibt präzisen Aufschluss über Funktion, Herkunft und Destination der beiden Kerzenhalter (V 10973 und V 10974 gehören zusammen). Das Kerzenhalterpaar wurde von Tang Ying im Jahr 1740 gestiftet. Tang Ying (1681-1756) fungierte von 1728-1756 als Superintendent der kaiserlichen Porzellanmanufaktur in Jingdezhen. Das Objekt ist im Katalog durch Ohlmers Sammlung unter der Nr. 277 (1932) und Nr. 50 (1898 Blauweiß) zu finden. |
| Zugangsjahr zur Sammlung | zwischen 1881 und 1929 |
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| Zugangsart zur Sammlung |
als Schenkung |
| Zugang von | Seezolldirektor Ernst Ohlmer |
| Vorbesitzer | Seezolldirektor Ernst Ohlmer |
Provenienz
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| Kürzel der Bearbeiterin/ des Bearbeiters |
AN |
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| Forschungsjahr der letzten Bearbeitung | 2024 |
| Status |
Provenienz bearbeitet |
| Rezeption | Ohlmer, Ernst, Führer durch die Ohlmer'sche Sammlung chinesischer Porzellane, z. Z. aufgestellt im Roemer-Museum Hildesheim, nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im Allgemeinen, seine Herstellung, Verwendung und Geschichte, Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1898| Ohlmer, Ernst und Louise, Führer durch die Ernst Ohlmer-Sammlung chinesischer Porzellane im Hermann Roemer-Museum in Hildesheim: nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im allgemeinen, seine Herstellung und Geschichte; Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1932| Wiesner, Ulrich, Chinesisches Porzellan: die Ohlmer'sche Sammlung im Roemer-Museum, Hildesheim, Mainz: Verlag Philipp von Zabern, 1981. |
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| Weiterführende Literatur | Nicklisch, Andrea, Die Sammlungen Ernst Ohlmer und Max von Brandt. Sammlungspraktiken im China der späten Qing-Zeit (1875-1914), Projekt-ID: KK_LA05_I2022, https://www.proveana.de/de/link/pro00000165. |
| Objekt URL | https://www.postcolonial-provenance-research.com/datenbank/exposition/rpm_v_10973/ |


Bemerkungen
Durch Ernst Ohlmer sind chinesische Porzellane zwischen 1881 und 1929 als Schenkung und als Nachlass ins Roemer-Museum Hildesheim gekommen. Die Sammlung E. Ohlmer war ab 1898 im Museum ausgestellt, eine endgültige Schenkung der Sammlung fand erst 1929 durch die Witwe Louise Ohlmer statt.