RPM_V 4612
| Inventarnummer | RPM_V 4612 |
|---|---|
| Standort | Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim |
| Objektbezeichnung | Meiping-Vase |
| Sammlungsort | China |
| Material | unbestimmt |
|---|---|
| Technik |
glasiert |
| Maße | H: 33 cm |
| Teile |
Einzelteil |
| Datierung | Ming-Dynastie (1368-1644)(?) |
| Verknüpfte Personen und Institutionen | Ernst Ohlmer |
| Konvolut | Sammlung Ernst Ohlmer |
| Typ |
Ethnographica |
| Kulturelle Zuschreibung | keine Zuschreibung |
| Erweiterte Beschreibung | Mit balusterförmigen Körper, kurzem, schmalen Hals und nach außen gebogener Lippe. Dickwandiger Scherben, der an den freiliegenden Stellen rötlich verfärbt ist. Der Dekor ist flächig in Unterglasurblau gemalt, das an einigen Stellen beim Brand durch die Glasur geschlagen ist: Auf der Wandung ein Pfau und eine Pfauhenne, dazwischen Päonie, Bananenstaude und Felsen, eingefaßt unten von einem Lotosblattkranz und oben auf der Schulter von einem Rautenmuster, das von vier Reserven mit je einem fliegenden Pferd durchbrochen wird. Die einzelnen Dekorzonen bezw. Gefäßteile sind voneinander durch Ringe und Doppelringe getrennt. Niedriger, breiter, grob geschnittener Standring und eingetiefte, unglasierte Basis. Eine ähnliche Vase war 1910 im Burlington Fine Arts Club ausgestellt (Illustrated Catalogue, Tafel 37, L 17). Ein Pfauenpaar zwischen blühenden Päonien ist ein vom 14. Jahrhundert (siehe Jenyns, Ming, Tafel 5A und Pope, Chinese Porcelains, Tafel 28) bis zum späten 15. Jahrhundert (siehe Pope, Chinese Porcelains, Tafel 72) häufig verwendetes Bildthema. Der volkstümliche und zugleich wilde Charakter der Malerei des Hildesheimer Stückes läßt sich auch bei anderen Beispielen belegen, die, schwierig einzuordnen, als provinzielle Ware bezeichnet werden. (Jenyns, Ming, Tafel 13). Das Objekt ist im Katalog durch Ohlmers Sammlung unter der Nr. 166 (1932) und Nr. ? (1898 Blauweiß) zu finden. |
| Zugangsjahr zur Sammlung | zwischen 1881 und 1929 |
|---|---|
| Zugangsart zur Sammlung |
als Schenkung |
| Vorbesitzer | Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927) |
Provenienz
| |
| Kürzel der Bearbeiterin/ des Bearbeiters |
AN |
|---|---|
| Forschungsjahr der letzten Bearbeitung | 2023 |
| Status |
Provenienz in Bearbeitung |
| Rezeption | Ohlmer, Ernst, Führer durch die Ohlmer'sche Sammlung chinesischer Porzellane, z. Z. aufgestellt im Roemer-Museum Hildesheim, nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im Allgemeinen, seine Herstellung, Verwendung und Geschichte, Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1898| Ohlmer, Ernst und Louise, Führer durch die Ernst Ohlmer-Sammlung chinesischer Porzellane im Hermann Roemer-Museum in Hildesheim: nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im allgemeinen, seine Herstellung und Geschichte; Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1932| Wiesner, Ulrich, Chinesisches Porzellan: die Ohlmer'sche Sammlung im Roemer-Museum, Hildesheim, Mainz: Verlag Philipp von Zabern, 1981. |
|---|---|
| Weiterführende Literatur | Nicklisch, Andrea, Die Sammlungen Ernst Ohlmer und Max von Brandt. Sammlungspraktiken im China der späten Qing-Zeit (1875-1914), Projekt-ID: KK_LA05_I2022, https://www.proveana.de/de/link/pro00000165. |
| Objekt URL | https://www.postcolonial-provenance-research.com/datenbank/exposition/rpm_v-4612/ |


Bemerkungen
Durch Ernst Ohlmer sind chinesische Porzellane zwischen 1881 und 1929 als Schenkung und als Nachlass ins Roemer-Museum Hildesheim gekommen. Die Sammlung E. Ohlmer war ab 1898 im Museum ausgestellt, eine endgültige Schenkung der Sammlung fand erst 1929 durch die Witwe Louise Ohlmer statt.