RPM_V 10958

InventarnummerRPM_V 10958
StandortRoemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim
ObjektbezeichnungSchale
SammlungsortChina
Material unbestimmt
Technik glasiert
MaßeH: 10 cm; Dm: 50 cm
Teile Einzelteil
DatierungMing-Dynastie, frühes 15. Jahrhundert
Verknüpfte Personen und InstitutionenErnst Ohlmer
KonvolutSammlung Ernst Ohlmer
Typ Ethnographica
Kulturelle Zuschreibung keine Zuschreibung
Erweiterte BeschreibungMing-Dynastie (1368-1644); Über nicht abgesetztem Fußring; mit gerundeten Seiten und hochgestellter Lippe. Der im Kontrast naturalistische und stilisierte Dekor ist in Unterglasurblau gemalt: Im Inneren auf dem abgesetzten Grund ein Medaillon mit zwei Vögeln auf einem Kamelienzweig und einem Bambussproß, das von einem Doppelring gerahmt wird, und auf der Innenwandung von einer Lotosranke mit zwölf großen Blüten und einem weiteren band unterhalb der Lippe mit einzelnen Lotoszweigen; auf der Außenwandung ein Muster aus regelmäßig brechenden Wellen, gegliedert von hohen Schaumkronen. Die Basis ist unglasiert. Ein weiteres Beispiel wurde in New York versteigert (Christie´s, 5.6.1980. lot 85). Ein Teller mit vergleichbarer Form und Verteilung des Dekors befindet sich in der Sammlung des Ardebil-Schreins (Pope, Chinese Porcelains, Tafel 39). Bei Stücken dieser Sammlung lassen sich auch ähnliche Wellenformen ohne Wirbel nachweisen (Pope, Chinese Porcelains, Tafel 41,45). Das Objekt ist im Katalog durch Ohlmers Sammlung unter der Nr. 301 (1932) und Nr. 106 (1898 Blauweiß) zu finden.
Zugangsjahr zur Sammlungzwischen 1881 und 1929
Zugangsart zur Sammlung als Schenkung
VorbesitzerSeezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927)

Provenienz

  • zwischen 1881 und 1929 erworben von/vom Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim als Schenkung bei/beim Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927).
  • 1889-1898 erworben von/vom Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927) durch unbekannte Erwerbsart bei/beim kaiserlich-preußischen Gesandten Max von Brandt (1835-1920).
  • 1875-1880 erworben von/vom kaiserlich-preußischen Gesandten Max von Brandt (1835-1920) durch Kauf bei/beim unbekanntem Verkäufer.

Bemerkungen

Durch Ernst Ohlmer sind chinesische Porzellane zwischen 1881 und 1929 als Schenkung und als Nachlass ins Roemer-Museum Hildesheim gekommen. Die Sammlung E. Ohlmer war ab 1898 im Museum ausgestellt, eine endgültige Schenkung der Sammlung fand erst 1929 durch die Witwe Louise Ohlmer statt.

Kürzel der Bearbeiterin/ des Bearbeiters AN
Forschungsjahr der letzten Bearbeitung2023
Status Provenienz in Bearbeitung
RezeptionOhlmer, Ernst, Führer durch die Ohlmer'sche Sammlung chinesischer Porzellane, z. Z. aufgestellt im Roemer-Museum Hildesheim, nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im Allgemeinen, seine Herstellung, Verwendung und Geschichte, Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1898| Ohlmer, Ernst und Louise, Führer durch die Ernst Ohlmer-Sammlung chinesischer Porzellane im Hermann Roemer-Museum in Hildesheim: nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im allgemeinen, seine Herstellung und Geschichte; Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1932| Wiesner, Ulrich, Chinesisches Porzellan: die Ohlmer'sche Sammlung im Roemer-Museum, Hildesheim, Mainz: Verlag Philipp von Zabern, 1981.
Weiterführende Literatur

Nicklisch, Andrea, Die Sammlungen Ernst Ohlmer und Max von Brandt. Sammlungspraktiken im China der späten Qing-Zeit (1875-1914), Projekt-ID: KK_LA05_I2022, https://www.proveana.de/de/link/pro00000165.

Objekt URLhttps://www.postcolonial-provenance-research.com/datenbank/exposition/rpm_v-10958/
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