RPM_V 10915
| Inventarnummer | RPM_V 10915 |
|---|---|
| Standort | Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim |
| Objektbezeichnung | Shangping-Vase |
| Sammlungsort | China |
| Material | unbestimmt |
|---|---|
| Technik |
glasiert |
| Maße | H: 37,5 cm; Dm: 22 cm |
| Teile |
Einzelteil |
| Datierung | Qing-Dynastie (1644-1911), Qianlong-Marke und -Periode (1736-1795) |
| Verknüpfte Personen und Institutionen | Ernst Ohlmer |
| Konvolut | Sammlung Ernst Ohlmer |
| Typ |
Ethnographica |
| Kulturelle Zuschreibung | keine Zuschreibung |
| Erweiterte Beschreibung | Mit bauchigem, durch Profile horizontal gegliederten Gefäßkörper, auf hohem, abgesetztem, nach außen gestelltem Fußring und einem hohen schmalen Hals mit nach außen schwingender Lippe. Der Dekor ist in Unterglasurblau gemalt: Auf der Wandung eine Blätterranke mit sechs großen Blüten verschiedener Herkunft, die sich in schmaler Form und mit anderen Blättern unterhalb des Halsansatzes wiederholt, dazwischen ein blaugrundiges "Wolkenkragen"-Band und unten am Gefäßkörper, ebenfalls blaugrundig, ein Lotosblattkranz; am Hals ein Kranz hoher spitzer Blätter über einem Mäander, und unterhalb der Lippe ein Wellenband über einem "Wolkenkragen"-Band sowie am Fußring eine Arabeskenranke. Die Sechs-Zeichen-Siegelmarke ist in Unterglasurblau auf die Basis geschrieben. Ein weiteres Beispiel wurde in Hongkong versteigert (Sotheby Parke Bernet, 21. - 22.5.1979, lot 176). Spätere Stücke stammen aus der Tongzhi-Periode, 1862- 1873, und aus der Guangxu-Periode, 1847-1907, (van Oort, Chinese Porcelain, Abb. 46,47; beide Beispiele im Natinal Palace Museum). Zwar beziehen sich alle Details des Dekors auf Vorbilder des frühen 15. Jahrhunderts, doch ist die Gefäßform selbst so in dieser Zeit nicht nachweisbar. Das Objekt ist im Katalog durch Ohlmers Sammlung unter der Nr. 281 (1932) und Nr. 100 (1898 Bunt) zu finden. |
| Zugangsjahr zur Sammlung | zwischen 1881 und 1929 |
|---|---|
| Zugangsart zur Sammlung |
als Schenkung |
| Vorbesitzer | Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927) |
Provenienz
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| Kürzel der Bearbeiterin/ des Bearbeiters |
AN |
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| Forschungsjahr der letzten Bearbeitung | 2023 |
| Status |
Provenienz in Bearbeitung |
| Rezeption | Ohlmer, Ernst, Führer durch die Ohlmer'sche Sammlung chinesischer Porzellane, z. Z. aufgestellt im Roemer-Museum Hildesheim, nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im Allgemeinen, seine Herstellung, Verwendung und Geschichte, Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1898| Ohlmer, Ernst und Louise, Führer durch die Ernst Ohlmer-Sammlung chinesischer Porzellane im Hermann Roemer-Museum in Hildesheim: nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im allgemeinen, seine Herstellung und Geschichte; Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1932| Wiesner, Ulrich, Chinesisches Porzellan: die Ohlmer'sche Sammlung im Roemer-Museum, Hildesheim, Mainz: Verlag Philipp von Zabern, 1981. |
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| Weiterführende Literatur | Nicklisch, Andrea, Die Sammlungen Ernst Ohlmer und Max von Brandt. Sammlungspraktiken im China der späten Qing-Zeit (1875-1914), Projekt-ID: KK_LA05_I2022, https://www.proveana.de/de/link/pro00000165. |
| Objekt URL | https://www.postcolonial-provenance-research.com/datenbank/exposition/rpm_v-10915/ |


Bemerkungen
Durch Ernst Ohlmer sind chinesische Porzellane zwischen 1881 und 1929 als Schenkung und als Nachlass ins Roemer-Museum Hildesheim gekommen. Die Sammlung E. Ohlmer war ab 1898 im Museum ausgestellt, eine endgültige Schenkung der Sammlung fand erst 1929 durch die Witwe Louise Ohlmer statt.