ML_R.2753
| Inventarnummer | ML_R.2753 |
|---|---|
| Standort | Museum Lüneburg |
| Objektbezeichnung | Verzierte Kalebasse |
| Sammlungsort | Amerika, Guyanas, Suriname |
| Material | Kürbis |
|---|---|
| Technik |
geschnitzt verziert |
| Maße | B: 6 cm; L: 10,6 cm |
| Teile | Keine Zuordnung |
| Datierung | vor 1791 |
| Verknüpfte Personen und Institutionen | Johann Daniel Taube |
| Objektart | Gefäß |
| Typ |
Ethnographica |
| Kulturelle Zuschreibung |
Keine Zuschreibung |
| Erweiterte Beschreibung | In die Wandung der Kalebasse wurden zwei Gesellschaftsszenen geritzt: Die eine zeigt einen Kampf zwischen zwei Fechtern, die andere eine am Tisch sitzende Frau. Im Hintergrund ist eine Landschaft mit Häusern und einer Kirche zu sehen. |
| Zugangsjahr zur Sammlung | 1791 |
|---|---|
| Zugangsart zur Sammlung |
durch Kauf |
| Zugang von | Johann Daniel Taube |
| Vorbesitzer | Johann Daniel Taube |
Provenienz
| |
| Kürzel der Bearbeiterin/ des Bearbeiters |
HB |
|---|---|
| Forschungsjahr der letzten Bearbeitung | 2025 |
| Status |
Provenienz in Bearbeitung |
| Weiterführende Literatur | Ulfert Tschirner: Das Museum der Lüneburger Ritterakademie. Eine Geschichte des Sammelns um 1800. Regensburg 2020, S. 115 u. Kat. B. 6. | Körner, Gerhard, Das Raritätenkabinett im Museum für das Fürstentum Lüneburg, Lüneburg 1965, S. 7. | Tschirner, Ulfert, Der Sammler Johann Daniel Taube und die Gründung des Museums der Lüneburger Ritterakademie. Praktiken des Sammelns um 1800, Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie 24, 2022, S. 245-260. |
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| Objekt URL | https://www.postcolonial-provenance-research.com/datenbank/exposition/ml_r2753/ |


Bemerkungen
Die Kalebasse stammt aus der Sammlung Daniel Taubes und kam dann 1791 ins Museum der Lüneburger Ritterakademie. Sie lässt sich wahrscheinlich dem damaligen Suriname zuordnen. Die Motive deuten darauf hin, dass sie bei der Einlieferung schon alt und für ein europäisches Publikum hergestellt worden war.
Johann Daniel Taube wurde 1725 als Sohn des Celler Hofarztes geboren. Er studierte in Göttingen und ließ sich danach ebenfalls als Arzt in Celle nieder. Er legte eine große überwiegend naturwissenschaftliche Sammlung an und stand im Austausch mit Gelehrten unter anderem in Kopenhagen und Amsterdam. Außerdem hatte er verwandtschaftliche Beziehungen ins damalige niederländische Suriname, das heutige Suriname und Guyana. 1791 kaufte das Museum der Lüneburger Ritterakademie seine Sammlung für 1.600 Reichstaler. Die Sammlung bestand aus über 45 Tonnen und Kisten und wurde vom 25. Juni bis zum 6. Juli 1791 von Celle nach Lüneburg gebracht.