ML_R.2720
| Inventarnummer | ML_R.2720 |
|---|---|
| Standort | Museum Lüneburg |
| Objektbezeichnung | Frauenschurz |
| Sammlungsort | Amerika, Guyanas, Suriname |
| Material | Textil Perle (Unbestimmt) |
|---|---|
| Technik |
verziert |
| Maße | B: 37 cm; H: 22,5 cm |
| Teile | Keine Zuordnung |
| Datierung | vor 1791 |
| Verknüpfte Personen und Institutionen | Johann Daniel Taube |
| Objektart | Kleidung |
| Typ |
Ethnographica |
| Kulturelle Zuschreibung |
Keine Zuschreibung |
| Erweiterte Beschreibung | Der trapezförmige Lendenschurz ist durch eine Perlenstickerei farbenfroh gestaltet. Gelbe Perlen bilden die Grundlage, vor der sich Ornamente und vier Vögel absetzen. Der untere Fransenrand ist mit unregelmäßigen Glasperlen besetzt. Die Perlen geben dem Schurz eine gewisse Schwere, so dass der Wind sie nicht in die Höhe heben kann. |
| Zugangsjahr zur Sammlung | 1791 |
|---|---|
| Zugangsart zur Sammlung |
durch Kauf |
| Zugang von | Johann Daniel Taube |
| Vorbesitzer | Johann Daniel Taube |
Provenienz
| |
| Kürzel der Bearbeiterin/ des Bearbeiters |
HB |
|---|---|
| Forschungsjahr der letzten Bearbeitung | 2025 |
| Status |
Provenienz in Bearbeitung |
| Weiterführende Literatur | Ulfert Tschirner: Das Museum der Lüneburger Ritterakademie. Eine Geschichte des Sammelns um 1800. Regensburg 2020, S. 129 u. Kat. B. 22. | Schmitz, Claudia, Ethnographica in Braunschweig, Dresden 2016, S. 242. | Körner, Gerhard, Das Raritätenkabinett im Museum für das Fürstentum Lüneburg, Lüneburg 1965, S. 7. | Tschirner, Ulfert, Der Sammler Johann Daniel Taube und die Gründung des Museums der Lüneburger Ritterakademie. Praktiken des Sammelns um 1800, Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie 24, 2022, S. 245-260. |
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| Objekt URL | https://www.postcolonial-provenance-research.com/datenbank/exposition/ml_r2720/ |


Bemerkungen
Der Schurz stammt aus der Sammlung Daniel Taubes und kam 1791 ins Museum der Lüneburger Ritterakademie. In den Braunschweiger Museen gibt es ähnliche Stücke („Keweyú“, HAUM Ame 9), die auf das Suriname/Guayana des säten 18. Jahrhunderts datiert und mit der Herrnhuter Mission in Verbindung gebracht werden. Es wurden oft Muschelperlen verwendet, da Glasperlen noch wenig verbreitet waren.
Johann Daniel Taube wurde 1725 als Sohn des Celler Hofarztes geboren. Er studierte in Göttingen und ließ sich danach ebenfalls als Arzt in Celle nieder. Er legte eine große überwiegend naturwissenschaftliche Sammlung an und stand im Austausch mit Gelehrten unter anderem in Kopenhagen und Amsterdam. Außerdem hatte er verwandtschaftliche Beziehungen ins damalige niederländische Suriname, das heutige Suriname und Guyana. 1791 kaufte das Museum der Lüneburger Ritterakademie seine Sammlung für 1.600 Reichstaler. Die Sammlung bestand aus über 45 Tonnen und Kisten und wurde vom 25. Juni bis zum 6. Juli 1791 von Celle nach Lüneburg gebracht.