ML_R.2720

InventarnummerML_R.2720
StandortMuseum Lüneburg
ObjektbezeichnungFrauenschurz
SammlungsortAmerika, Guyanas, Suriname
MaterialTextil
Perle (Unbestimmt)
Technik verziert
MaßeB: 37 cm; H: 22,5 cm
Teile Keine Zuordnung
Datierungvor 1791
Verknüpfte Personen und InstitutionenJohann Daniel Taube
ObjektartKleidung
Typ Ethnographica
Kulturelle Zuschreibung Keine Zuschreibung
Erweiterte BeschreibungDer trapezförmige Lendenschurz ist durch eine Perlenstickerei farbenfroh gestaltet. Gelbe Perlen bilden die Grundlage, vor der sich Ornamente und vier Vögel absetzen. Der untere Fransenrand ist mit unregelmäßigen Glasperlen besetzt. Die Perlen geben dem Schurz eine gewisse Schwere, so dass der Wind sie nicht in die Höhe heben kann.
Zugangsjahr zur Sammlung1791
Zugangsart zur Sammlung durch Kauf
Zugang vonJohann Daniel Taube
VorbesitzerJohann Daniel Taube

Provenienz

  • o.D. erworben von/vom Museum Lüneburg bei/beim Museum der Lüneburger Ritterakademie.
  • 1791 erworben von/vom Museum der Lüneburger Ritterakademie durch Kauf bei/beim Johann Daniel Taube.
  • 1791 erworben von/vom Johann Daniel Taube durch unbekannte Erwerbsart bei/beim Unbekannt.

Bemerkungen

Der Schurz stammt aus der Sammlung Daniel Taubes und kam 1791 ins Museum der Lüneburger Ritterakademie. In den Braunschweiger Museen gibt es ähnliche Stücke („Keweyú“, HAUM Ame 9), die auf das Suriname/Guayana des säten 18. Jahrhunderts datiert und mit der Herrnhuter Mission in Verbindung gebracht werden. Es wurden oft Muschelperlen verwendet, da Glasperlen noch wenig verbreitet waren.

 

Johann Daniel Taube wurde 1725 als Sohn des Celler Hofarztes geboren. Er studierte in Göttingen und ließ sich danach ebenfalls als Arzt in Celle nieder. Er legte eine große überwiegend naturwissenschaftliche Sammlung an und stand im Austausch mit Gelehrten unter anderem in Kopenhagen und Amsterdam. Außerdem hatte er verwandtschaftliche Beziehungen ins damalige niederländische Suriname, das heutige Suriname und Guyana. 1791 kaufte das Museum der Lüneburger Ritterakademie seine Sammlung für 1.600 Reichstaler. Die Sammlung bestand aus über 45 Tonnen und Kisten und wurde vom 25. Juni bis zum 6. Juli 1791 von Celle nach Lüneburg gebracht.

Kürzel der Bearbeiterin/ des Bearbeiters HB
Forschungsjahr der letzten Bearbeitung2025
Status Provenienz in Bearbeitung
Weiterführende Literatur

Ulfert Tschirner: Das Museum der Lüneburger Ritterakademie. Eine Geschichte des Sammelns um 1800. Regensburg 2020, S. 129 u. Kat. B. 22. | Schmitz, Claudia, Ethnographica in Braunschweig, Dresden 2016, S. 242. | Körner, Gerhard, Das Raritätenkabinett im Museum für das Fürstentum Lüneburg, Lüneburg 1965, S. 7. | Tschirner, Ulfert, Der Sammler Johann Daniel Taube und die Gründung des Museums der Lüneburger Ritterakademie. Praktiken des Sammelns um 1800, Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie 24, 2022, S. 245-260.

Objekt URLhttps://www.postcolonial-provenance-research.com/datenbank/exposition/ml_r2720/
Download:PDF