RPM_V 10921

Numéro d'inventaireRPM_V 10921
EmplacementRoemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim
Nom de l'objetKanne
Lieu de collecteChina
Matériel Indéfini
Technologie glasiert
DimensionsH: 26 cm; T: 23 cm; B: 15 cm
Pièces Einzelteil
RencontreQing-Dynastie (1644-1911), Daoguang-Marke und -Periode (1821-1850)
Personnes et institutions associéesErnst Ohlmer
Lot mixteSammlung Ernst Ohlmer
Taper Ethnographica
Attribution culturelle Aucune attribution
DescriptionMit birnenförmigem Körper, der in einen kurzen, schmalen Hals mit nach außen schwingender dicker Lippe übergeht; mit einer langen, geschwungenen Tülle, die mit dem Hals durch einen Steg verbunden ist, und einem schleifenförmig nach oben geschwungenen Henkel mit einer Ringöse, an der der heute fehlende Deckel befestigt werden konnte. Der Dekor ist in Unterglasurblau gemalt: Auf der Wandung je eine vierzipfelige Reserve mit einem Blüte und Frucht tragenden Pfirischzweig auf der einen und einem Loquat-Zweig auf der anderen Seite, eingefaßt von verschiedenen Blütenzweigen über einem Lotosblattkranz unten; am Übergang zum Hals ein Band mit einer Lotosblütenranke und darüber ein doppelter Blattkranz; auf der Tülle Arabeskenranken, die aus Ruyi-Köpfen wachsen, und an der Außenseite des Henkels einzelne Lingzhi-Pilze; der Fußring mit einer "Klassischen Ranke". Die Sechs-Zeichen-Siegelmarke ist in Unterglasurblau auf die Basis geschrieben. Ein weiteres Beispiel befindet sich heute in der Matsuoka Collection (versteigert bei Sotheby, London, 1.-2.4.1974, lot 372). Beispiele mit einer Qianlong-Marke, 1736-1795, befinden sich im National Palace Museum (Blue-and-White Ware of the Ch'ing Dynasty, II, Tafel 14), im Topkapu Sarayi Müzesi (pope, Some Blue and White in Istanbul, T.O.C.S., XXVI, 1950-51, Tafel 13), im Britiah Museum (Oriental Ceramics, V, Abb. 223), im Victoria and Albert Museum sowie im Musée Guimet (Oriental Ceramics, VIII, Abb. 178). Ein Beispiel mit einer Jiaqing-Marke, 1796-1820, wurde in Hongkong versteigert (Sotheby Parke Bernet, 21.- 22.5.1979, lot 193), so dass sich dieser Typus mit dem Schwerpunkt in der Qianlong-Periode ununterbrochen bis in die Daoguang-Periode nachweisen lässt. Form und Dekor dieser Kannen sind die genaue Wiedergabe von Vorbildern des frühen 15. Jahrhunderts (Pope, Chinese Procelains, Tafel 54). Obwohl beide Hildesheimer Kannen aus der Daoguang-Periode stammen, zeigen sie starke Unterschiede in der Durchführung der Malerei. Das Objekt ist im Katalog durch Ohlmers Sammlung unter der Nr. 261 (1932) und Nr. 58 (1898 Blauweiß) zu finden.
Année d'accès à la collectionzwischen 1881 und 1929
Type d'accès à la collection als Schenkung
Propriétaire précédentSeezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927)

Provenance

  • zwischen 1881 und 1929 acquis par Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim als Schenkung chez/auprès de Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927).
  • 1889-1898 acquis par Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927) durch unbekannte Erwerbsart chez/auprès de kaiserlich-preußischen Gesandten Max von Brandt (1835-1920).
  • 1875-1880 acquis par kaiserlich-preußischen Gesandten Max von Brandt (1835-1920) durch Kauf chez/auprès de unbekanntem Verkäufer.

Remarques

Durch Ernst Ohlmer sind chinesische Porzellane zwischen 1881 und 1929 als Schenkung und als Nachlass ins Roemer-Museum Hildesheim gekommen. Die Sammlung E. Ohlmer war ab 1898 im Museum ausgestellt, eine endgültige Schenkung der Sammlung fand erst 1929 durch die Witwe Louise Ohlmer statt.

Abréviation du processeur AN
Année de recherche du dernier traitement2023
Statut Provenienz in Bearbeitung
RéceptionOhlmer, Ernst, Führer durch die Ohlmer'sche Sammlung chinesischer Porzellane, z. Z. aufgestellt im Roemer-Museum Hildesheim, nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im Allgemeinen, seine Herstellung, Verwendung und Geschichte, Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1898| Ohlmer, Ernst und Louise, Führer durch die Ernst Ohlmer-Sammlung chinesischer Porzellane im Hermann Roemer-Museum in Hildesheim: nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im allgemeinen, seine Herstellung und Geschichte; Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1932| Wiesner, Ulrich, Chinesisches Porzellan: die Ohlmer'sche Sammlung im Roemer-Museum, Hildesheim, Mainz: Verlag Philipp von Zabern, 1981.
Lectures complémentaires

Nicklisch, Andrea, Die Sammlungen Ernst Ohlmer und Max von Brandt. Sammlungspraktiken im China der späten Qing-Zeit (1875-1914), Projekt-ID: KK_LA05_I2022, https://www.proveana.de/de/link/pro00000165.

URLhttps://www.postcolonial-provenance-research.com/fr/collections/exposition/rpm_v-10921/
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