ML_R.3156
| Numéro d'inventaire | ML_R.3156 |
|---|---|
| Emplacement | Museum Lüneburg |
| Nom de l'objet | Mokassin |
| Lieu de collecte | Amerika, Nordamerika, USA, Nordöstliche USA |
| Matériel | Leder Metall Haar (Tier) |
|---|---|
| Technologie |
genäht verziert |
| Dimensions | B: 26,3 cm; H: 7,5 cm; T: 17 cm |
| Pièces | Aucune mission |
| Rencontre | vor 1779 |
| Personnes et institutions associées | Johann Daniel Taube |
| Type d'objet | Kleidung |
| Taper |
Ethnographica |
| Attribution culturelle |
Keine Zuschreibung |
| Description | Aus einem Stück Leder gefertigter Schuh, verziert mit Stickarbeiten und in Hülsen gefassten rot gefärbten Tierhaaren. |
| Année d'accès à la collection | 1791 |
|---|---|
| Type d'accès à la collection |
durch Kauf |
| Accès depuis | Johann Daniel Taube |
| Propriétaire précédent | Johann Daniel Taube |
Provenance
| |
| Abréviation du processeur |
HB |
|---|---|
| Année de recherche du dernier traitement | 2025 |
| Statut |
Provenienz in Bearbeitung |
| Lectures complémentaires | Schmitz, Claudia, Ethnographica in Braunschweig, Dresden 2016, S. 16, 65. | Körner, Gerhard, Das Raritätenkabinett im Museum für das Fürstentum Lüneburg, Lüneburg 1965, S. 7. | Tschirner, Ulfert, Der Sammler Johann Daniel Taube und die Gründung des Museums der Lüneburger Ritterakademie. Praktiken des Sammelns um 1800, Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie 24, 2022, S. 245-260. |
|---|---|
| Autres objets des personnes liées dans d'autres collections/musées | Es gibt vergleichbare Stücke in den Braunschweiger Museen (bspw. SM, 1710-0025-00) |
| URL | https://www.postcolonial-provenance-research.com/fr/collections/exposition/ml_r3156/ |






Remarques
Der Schuh stammt aus der Sammlung Daniel Taubes und kam 1791 ins Museum der Lüneburger Ritterakademie. Es gibt vergleichbare Stücke in den Braunschweiger Museen (bspw. SM, 1710-0025-00), die dem nordöstlichen Waldland (Penobscot?) zugeordnet werden und Herzog Carl I. ebenso wie R.3141 im Jahr 1779 von den Offizieren und Veteranen des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges Weise, Ruff und Stöfer geschenkt wurden. Wegen zahlreicher Überschneidungen der Sammlung Taube und der Braunschweiger Bestände ist es wahrscheinlich, dass der Lüneburger Schuh den gleichen Weg genommen hat. Die Herstellung war meistens Frauenarbeit. Mokassins entwickelten sich spätestens zu Beginn des 18. Jahrhunderts zu Objekten des Souvenirhandels, da sie wegen des hohen Verschleißes auf Vorrat angefertigt wurden und meist in großen Zahlen vorhanden waren.
Johann Daniel Taube wurde 1725 als Sohn des Celler Hofarztes geboren. Er studierte in Göttingen und ließ sich danach ebenfalls als Arzt in Celle nieder. Er legte eine große überwiegend naturwissenschaftliche Sammlung an und stand im Austausch mit Gelehrten unter anderem in Kopenhagen und Amsterdam. Außerdem hatte er verwandtschaftliche Beziehungen ins damalige niederländische Suriname, das heutige Suriname und Guyana. 1791 kaufte das Museum der Lüneburger Ritterakademie seine Sammlung für 1.600 Reichstaler. Die Sammlung bestand aus über 45 Tonnen und Kisten und wurde vom 25. Juni bis zum 6. Juli 1791 von Celle nach Lüneburg gebracht.