ML_R.3156

Inventory numberML_R.3156
LocationMuseum Lüneburg
Object nameMokassin
Place where collectedAmerika, Nordamerika, USA, Nordöstliche USA
MaterialsLeder
Metall
Haar (Tier)
Technology genäht
verziert
DimensionsB: 26,3 cm; H: 7,5 cm; T: 17 cm
Parts Not assigned
Year of manufacturevor 1779
Associated people and institutionsJohann Daniel Taube
Type of objectKleidung
Category of object Ethnographica
Cultural attribution Keine Zuschreibung
DescriptionAus einem Stück Leder gefertigter Schuh, verziert mit Stickarbeiten und in Hülsen gefassten rot gefärbten Tierhaaren.
Year of arrival in the current collection1791
Type of acquisition durch Kauf
AcquiredJohann Daniel Taube
Previous ownerJohann Daniel Taube

Provenance

  • o.D. acquired through Museum Lüneburg at/from Museum der Lüneburger Ritterakademie.
  • 1791 acquired through Museum der Lüneburger Ritterakademie durch Kauf at/from Johann Daniel Taube.
  • 1791 acquired through Johann Daniel Taube durch unbekannte Erwerbsart at/from Unbekannt.

Comments

Der Schuh stammt aus der Sammlung Daniel Taubes und kam 1791 ins Museum der Lüneburger Ritterakademie. Es gibt vergleichbare Stücke in den Braunschweiger Museen (bspw. SM, 1710-0025-00), die dem nordöstlichen Waldland (Penobscot?) zugeordnet werden und Herzog Carl I. ebenso wie R.3141 im Jahr 1779 von den Offizieren und Veteranen des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges Weise, Ruff und Stöfer geschenkt wurden. Wegen zahlreicher Überschneidungen der Sammlung Taube und der Braunschweiger Bestände ist es wahrscheinlich, dass der Lüneburger Schuh den gleichen Weg genommen hat. Die Herstellung war meistens Frauenarbeit. Mokassins entwickelten sich spätestens zu Beginn des 18. Jahrhunderts zu Objekten des Souvenirhandels, da sie wegen des hohen Verschleißes auf Vorrat angefertigt wurden und meist in großen Zahlen vorhanden waren.

 

Johann Daniel Taube wurde 1725 als Sohn des Celler Hofarztes geboren. Er studierte in Göttingen und ließ sich danach ebenfalls als Arzt in Celle nieder. Er legte eine große überwiegend naturwissenschaftliche Sammlung an und stand im Austausch mit Gelehrten unter anderem in Kopenhagen und Amsterdam. Außerdem hatte er verwandtschaftliche Beziehungen ins damalige niederländische Suriname, das heutige Suriname und Guyana. 1791 kaufte das Museum der Lüneburger Ritterakademie seine Sammlung für 1.600 Reichstaler. Die Sammlung bestand aus über 45 Tonnen und Kisten und wurde vom 25. Juni bis zum 6. Juli 1791 von Celle nach Lüneburg gebracht.

Editor's initials HB
Year of most recent editing2025
Status Provenienz in Bearbeitung
Related literature

Schmitz, Claudia, Ethnographica in Braunschweig, Dresden 2016, S. 16, 65. | Körner, Gerhard, Das Raritätenkabinett im Museum für das Fürstentum Lüneburg, Lüneburg 1965, S. 7. | Tschirner, Ulfert, Der Sammler Johann Daniel Taube und die Gründung des Museums der Lüneburger Ritterakademie. Praktiken des Sammelns um 1800, Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie 24, 2022, S. 245-260.

Further objects of the collector/manufacturer in other collections / museumsEs gibt vergleichbare Stücke in den Braunschweiger Museen (bspw. SM, 1710-0025-00)
Object URLhttps://www.postcolonial-provenance-research.com/en/database/exposition/ml_r3156/
Download:PDF