ML_R.2714

Numéro d'inventaireML_R.2714
EmplacementMuseum Lüneburg
Nom de l'objetHolzkeule
Lieu de collecteAmerika, Guyanas, Suriname
MatérielHolz
Technologie geschnitzt
DimensionsB: 17 cm; H: 13 cm; L: 52,5 cm
Pièces Aucune mission
Rencontrevor 1791
Personnes et institutions associéesJohann Daniel Taube
Type d'objetWaffen
Taper Ethnographica
Attribution culturelle Keine Zuschreibung
DescriptionRechteckige Keule aus hartem Holz mit Schnitzverzierungen.
Année d'accès à la collection1791
Type d'accès à la collection durch Kauf
Accès depuisJohann Daniel Taube
Propriétaire précédentJohann Daniel Taube

Provenance

  • o.D. acquis par Museum Lüneburg chez/auprès de Museum der Lüneburger Ritterakademie.
  • o.D. acquis par Museum der Lüneburger Ritterakademie durch unbekannte Erwerbsart chez/auprès de Unbekannt.

Remarques

Die Keule stammt vermutlich aus der Sammlung Daniel Taubes und kam damit vor 1791 ins Museum. Sie lässt sich dem nördlichen Südamerika, wahrscheinlich Suriname oder Guyana zuordnen. In den Braunschweiger Museen, deren Ethnografika in vielen Teilen große Ähnlchkeiten mit Taubes Sammlung aufweisen, gibt es vergleichbare Stücke (bspw. HAUM, Ame 11). Die Muster wurden bis ins 18. Jahrhundert hinein verwendet. Die Keulen wurden sowohl zum Kampf als auch zur Repräsentation eingesetzt. Waffen dieser Art waren zur besseren Handhabung oft mit einer Baumwollumwicklung und einer Handschleife versehen. Sie sind als Tiki, Makana oder Apootoo bekannt. Der Begriff Apootoo für die in Surinam verwendeten Keulen wurde durch den Reisebericht des britisch-niederländischen Soldaten John Gabriel Stedmann bekannt (veröffentlicht 1796). Im deutschen Sprachraum wurde das Wort zu Boutou vereinfacht.

 

Johann Daniel Taube wurde 1725 als Sohn des Celler Hofarztes geboren. Er studierte in Göttingen und ließ sich danach ebenfalls als Arzt in Celle nieder. Er legte eine große überwiegend naturwissenschaftliche Sammlung an und stand im Austausch mit Gelehrten unter anderem in Kopenhagen und Amsterdam. Außerdem hatte er verwandtschaftliche Beziehungen ins damalige niederländische Suriname, das heutige Suriname und Guyana. 1791 kaufte das Museum der Lüneburger Ritterakademie seine Sammlung für 1.600 Reichstaler. Die Sammlung bestand aus über 45 Tonnen und Kisten und wurde vom 25. Juni bis zum 6. Juli 1791 von Celle nach Lüneburg gebracht.

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Année de recherche du dernier traitement2025
Statut Provenienz in Bearbeitung
Lectures complémentaires

Gundestrup, Bente, Det kongelige danske Kunstkammer 1737 II, Kopenhagen 1991, S. 105. | Schmitz, Claudia, Ethnographica in Braunschweig, Dresden 2016, S. 233-235. | Ulfert Tschirner: Das Museum der Lüneburger Ritterakademie. Eine Geschichte des Sammelns um 1800. Regensburg 2020, S. 130 u. Kat. B.24. | Körner, Gerhard, Das Raritätenkabinett im Museum für das Fürstentum Lüneburg, Lüneburg 1965, S. 7. | Tschirner, Ulfert, Der Sammler Johann Daniel Taube und die Gründung des Museums der Lüneburger Ritterakademie. Praktiken des Sammelns um 1800, Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie 24, 2022, S. 245-260.

URLhttps://www.postcolonial-provenance-research.com/fr/collections/exposition/ml_r2714/
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