RPM_V 10923

Numéro d'inventaireRPM_V 10923
EmplacementRoemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim
Nom de l'objetKanne mit Deckel
Lieu de collecteChina
Matériel Indéfini
Technologie Indéfini
DimensionsH: 28, 5 cm (mit Deckel); B: 10 cm; T: 20 cm
Pièces Kombination
RencontreQing-Dynastie, 18. Jahrhundert
Personnes et institutions associéesErnst Ohlmer
Lot mixteSammlung Ernst Ohlmer
Taper Ethnographica
Attribution culturelle Aucune attribution
DescriptionQing-Dynastie (1644-1911); Mit birnenförmigem, zu zwei Schauseiten mit je einer erhabenen Reserve abgeflachtem Gefäßkörper, der in einen hohen Hals mit nach außen schwingender, becherförmiger Mündung mit hochgestellter Lippe übergeht; Tülle und hals durch einen Steg in Form eines Lingzhi-Pilzes in der Höhe verbunden, in der auch der schleifenförmig nach oben geschwungene Henkel ansetzt. Dieser hat oben eine Ringöse, an der der flache Deckel mit Knauf befestigt werden kann. Der Dekor ist in Unterglasurblau gemalt: Auf der Wandung je eine tropfenförmige Reserve mit einem fünfklauigen Drachen. gerahmt von einer Doppellinie; der übrige Gefäßkörper überzogen mit einem dichten Blütenrankendekor bis hinauf zum Hals, der mit einem Mäander zwischen blaugrundigem Ruyi-Band unten und dichtem Blattkranz oben ausgezeichnet ist; die hochgestellte Lippe mit einer "Klassischen Ranke", die sich auf dem Fußring weiderholt. Diese Kanne mit abgeflachter Form und je einer erhabenen, tropfenförmiger Reserve sowie relativ hoch angesetzter Tülle und Henkel bezieht auf Vorbilder eines Kannentypus, von dem die meisten Beispiele in die Jiajing-Periode, 1522- 1566, datiert werden, ohne dass sie durch eine Regierungsmarke näher bestimmt wären ( vergl. die Kanen in Überglasurrot und - gold: Sekai toji zenshu, XI, Tafel 16, 98,99 und Abb. 131-133, S. 218). Mit unterglasurblauem Dekor hat sich dieser Typus mit einigen Beispielen in der Sammlung des Ardebil-Schreins erhalten ( Pope, Chinese Porcelains, Tafel 98; diese als spätes 16, Jahrhundert datiert). Der Dekor der Hildesheimer Kanne greift diese Vorbilder des 16. Jahrhunderts nicht auf, sondern bezieht sich, auch in der malerischen Wiedergabe des "heaped and piled"-Effekts, auf Vorbilder des frühen 15. Jahrhunderts. Das Objekt ist im Katalog durch Ohlmers Sammlung unter der Nr. 296 (1932) und Nr. 47 (1898 Blauweiß) zu finden.
Année d'accès à la collectionzwischen 1881 und 1929
Type d'accès à la collection als Schenkung
Propriétaire précédentSeezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927)

Provenance

  • zwischen 1881 und 1929 acquis par Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim als Schenkung chez/auprès de Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927).
  • 1889-1898 acquis par Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927) durch unbekannte Erwerbsart chez/auprès de kaiserlich-preußischen Gesandten Max von Brandt (1835-1920).
  • 1875-1880 acquis par kaiserlich-preußischen Gesandten Max von Brandt (1835-1920) durch Kauf chez/auprès de unbekanntem Verkäufer.

Remarques

Durch Ernst Ohlmer sind chinesische Porzellane zwischen 1881 und 1929 als Schenkung und als Nachlass ins Roemer-Museum Hildesheim gekommen. Die Sammlung E. Ohlmer war ab 1898 im Museum ausgestellt, eine endgültige Schenkung der Sammlung fand erst 1929 durch die Witwe Louise Ohlmer statt.

Abréviation du processeur AN
Année de recherche du dernier traitement2023
Statut Provenienz in Bearbeitung
RéceptionOhlmer, Ernst, Führer durch die Ohlmer'sche Sammlung chinesischer Porzellane, z. Z. aufgestellt im Roemer-Museum Hildesheim, nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im Allgemeinen, seine Herstellung, Verwendung und Geschichte, Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1898| Ohlmer, Ernst und Louise, Führer durch die Ernst Ohlmer-Sammlung chinesischer Porzellane im Hermann Roemer-Museum in Hildesheim: nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im allgemeinen, seine Herstellung und Geschichte; Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1932| Wiesner, Ulrich, Chinesisches Porzellan: die Ohlmer'sche Sammlung im Roemer-Museum, Hildesheim, Mainz: Verlag Philipp von Zabern, 1981.
Lectures complémentaires

Nicklisch, Andrea, Die Sammlungen Ernst Ohlmer und Max von Brandt. Sammlungspraktiken im China der späten Qing-Zeit (1875-1914), Projekt-ID: KK_LA05_I2022, https://www.proveana.de/de/link/pro00000165.

URLhttps://www.postcolonial-provenance-research.com/fr/collections/exposition/rpm_v-10923/
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