RPM_V 10919

Numéro d'inventaireRPM_V 10919
EmplacementRoemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim
Nom de l'objetVase
Lieu de collecteChina
Matériel Indéfini
Technologie glasiert
DimensionsH: 30 cm; Dm: 14 cm
Pièces Einzelteil
RencontreMing-Dynastie (1368-1644), Wanli-Periode (1573-1619)
Personnes et institutions associéesErnst Ohlmer
Lot mixteSammlung Ernst Ohlmer
Taper Ethnographica
Attribution culturelle Aucune attribution
DescriptionHohe, schlanke Form im Typus der archaischen Kultbronze Gu, mit einem kegelförmigen Unterteil, der über eine Einschnürung mit der niedrigen bauchigen Mitte verbunden ist, und darüber einer trompetenförmigen Mündung; seitliche Stege, die zusätzlich an die Bronzevorbilder erinnern. Der Dekor ist in Unterglasurblau gemalt, entsprechend der Gefäßform in einzelne Zonen gegliedert: Unten Blütenzweige mit Vogel; in der Mitte eine Gartenterrasse mit einem alten Mann und vor ihm ein Diener; auf dem hohen Hals ein Stilleben mit einem durchbrochenen Felsen, Bambus und Chrysantheme und unterhalb der Lippe ein Band mit Ruyi-Köpfen, die sich am Fuß wiederholen, sowie im Inneren der Mündung eine Blütenranke. Gerundeter, grob geschnittener Standring und stark eingetiefte, glasierte Basis. Während bereits früher, unter der Song-Dynastie, 960-1279, archaische Bronzen als Vorbilder für keramische Formen dienten, scheint es während der Wanli-Periode erneut zu einer Entdeckung dieser alten Formen gekommen zu sein, die ihrer ursprünglichen religiösen Bedeutung entkleidet waren (vergl. die Beispiele bei Lion-Goldschmidt, Ming, Abb. 201,202 und 191). Das Objekt ist im Katalog durch Ohlmers Sammlung unter der Nr. 173 (1932) und Nr. 55 (1898 Blauweiß) zu finden.
Année d'accès à la collectionzwischen 1881 und 1929
Type d'accès à la collection als Schenkung
Propriétaire précédentSeezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927)

Provenance

  • zwischen 1881 und 1929 acquis par Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim als Schenkung chez/auprès de Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927).
  • 1889-1898 acquis par Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927) durch unbekannte Erwerbsart chez/auprès de kaiserlich-preußischen Gesandten Max von Brandt (1835-1920).
  • 1875-1880 acquis par kaiserlich-preußischen Gesandten Max von Brandt (1835-1920) durch Kauf chez/auprès de unbekanntem Verkäufer.

Remarques

Durch Ernst Ohlmer sind chinesische Porzellane zwischen 1881 und 1929 als Schenkung und als Nachlass ins Roemer-Museum Hildesheim gekommen. Die Sammlung E. Ohlmer war ab 1898 im Museum ausgestellt, eine endgültige Schenkung der Sammlung fand erst 1929 durch die Witwe Louise Ohlmer statt.

Abréviation du processeur AN
Année de recherche du dernier traitement2023
Statut Provenienz in Bearbeitung
RéceptionOhlmer, Ernst, Führer durch die Ohlmer'sche Sammlung chinesischer Porzellane, z. Z. aufgestellt im Roemer-Museum Hildesheim, nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im Allgemeinen, seine Herstellung, Verwendung und Geschichte, Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1898| Ohlmer, Ernst und Louise, Führer durch die Ernst Ohlmer-Sammlung chinesischer Porzellane im Hermann Roemer-Museum in Hildesheim: nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im allgemeinen, seine Herstellung und Geschichte; Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1932| Wiesner, Ulrich, Chinesisches Porzellan: die Ohlmer'sche Sammlung im Roemer-Museum, Hildesheim, Mainz: Verlag Philipp von Zabern, 1981.
Lectures complémentaires

Nicklisch, Andrea, Die Sammlungen Ernst Ohlmer und Max von Brandt. Sammlungspraktiken im China der späten Qing-Zeit (1875-1914), Projekt-ID: KK_LA05_I2022, https://www.proveana.de/de/link/pro00000165.

URLhttps://www.postcolonial-provenance-research.com/fr/collections/exposition/rpm_v-10919/
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