RPM_V 10906
| Numéro d'inventaire | RPM_V 10906 |
|---|---|
| Emplacement | Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim |
| Nom de l'objet | Gefäß, Typ zun |
| Lieu de collecte | China |
| Matériel | Indéfini |
|---|---|
| Technologie |
glasiert |
| Dimensions | H: 51,9 cm; Dm max.: 24,5 cm |
| Pièces |
Einzelteil |
| Rencontre | Qing-Dynastie (1644-1911), Yongzheng-Marke und -Periode (1723-1735) |
| Personnes et institutions associées | Ernst Ohlmer |
| Lot mixte | Sammlung Ernst Ohlmer |
| Taper | Non classé |
| Attribution culturelle | Aucune attribution |
| Description | Amphore mit gebrauchter Wandung, breiter Schulter und hohem schlanken Hals, der in eine ausladende becherförmige Mündung mit schräg nach außen gestellter Lippe übergeht. In die Lippe sind von zwei Seiten Drachen verbissen, deren gewundene zweiteilige Körper die hochgeschwungenen Henkel des Gefäßes bilden und auf der Schulter aufsitzen. Der gesamte Gefäßkörper einschl. des Halses ist horizontal durch Profile in verschieden breite Bänder gegliedert; auf der Schulter Appliquen. Bemalung in Unterglasurblau - Nachahmung des "heaped and piled"-Effekts des frühen 15. Jh.: die einzelnen horizontalen Bänder mit Blütenranken, Arabesken, einzelnen Blüten und Mäandern sowie einem blaugrundigen Lotosblattkranz am Fuß und auf der Schulter; Drachen und Appliquen ebenfalls blaugrundig. Die Sechs-Zeichen-Siegelmarke ist in Unterglasurblau auf die eingetiefte Basis geschrieben. (UW) Gefäßkörper mit Henkeln zeigt typisch islamisch-persischen Einfluss, wie er sich in der Tang-Zeit (618-907) manifestierte. Die Amphore stellt die interessante und neue Verbindung von Blauweiß-Dekor in Art des frühen 15. Jh. mit dieser frühen Gefäßform dar. Die Töpfer der Yongzheng-Periode müssen dieses tangzeitliche Vorbild sehr genau gekannt haben, wie auch kleine Details, etwa die gewundenen, zweigeteilten Drachenköpfe mit Knöpfen in regelmäßigen Abständen und die Appliquen auf der Schulter zeigen. Ein Gegenstück findet sich in der "T.T. Tsui Gallery of Chinese Art" im Victoria & Albert Museum London. (UW/HB) Das Objekt ist im Katalog durch Ohlmers Sammlung unter der Nr. 235 (1932) und Nr. 48 (1898 Blauweiß) zu finden. |
| Année d'accès à la collection | zwischen 1881 und 1929 |
|---|---|
| Type d'accès à la collection |
als Schenkung |
| Propriétaire précédent | Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927) |
Provenance
| |
| Abréviation du processeur |
AN |
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| Année de recherche du dernier traitement | 2023 |
| Statut |
Provenienz in Bearbeitung |
| Réception | Ohlmer, Ernst, Führer durch die Ohlmer'sche Sammlung chinesischer Porzellane, z. Z. aufgestellt im Roemer-Museum Hildesheim, nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im Allgemeinen, seine Herstellung, Verwendung und Geschichte, Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1898| Ohlmer, Ernst und Louise, Führer durch die Ernst Ohlmer-Sammlung chinesischer Porzellane im Hermann Roemer-Museum in Hildesheim: nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im allgemeinen, seine Herstellung und Geschichte; Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1932| Wiesner, Ulrich, Chinesisches Porzellan: die Ohlmer'sche Sammlung im Roemer-Museum, Hildesheim, Mainz: Verlag Philipp von Zabern, 1981. |
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| Lectures complémentaires | Nicklisch, Andrea, Die Sammlungen Ernst Ohlmer und Max von Brandt. Sammlungspraktiken im China der späten Qing-Zeit (1875-1914), Projekt-ID: KK_LA05_I2022, https://www.proveana.de/de/link/pro00000165. |
| URL | https://www.postcolonial-provenance-research.com/fr/collections/exposition/rpm_v-10906/ |


Remarques
Durch Ernst Ohlmer sind chinesische Porzellane zwischen 1881 und 1929 als Schenkung und als Nachlass ins Roemer-Museum Hildesheim gekommen. Die Sammlung E. Ohlmer war ab 1898 im Museum ausgestellt, eine endgültige Schenkung der Sammlung fand erst 1929 durch die Witwe Louise Ohlmer statt.