ML_R.3179.100

Numéro d'inventaireML_R.3179.100
EmplacementMuseum Lüneburg
Nom de l'objetHut
Lieu de collecteAsien, Ostasien, Vietnam, Tonkin
MatérielPflanzenfaser (unbestimmt)
Technologie geflochten
DimensionsD: 70 cm; H: 17 cm
Pièces Aucune mission
Rencontrevor 1893
Personnes et institutions associées Jüdell
Jean Gottfried Leppien
Type d'objetKleidung
Taper Ethnographica
Attribution culturelle Keine Zuschreibung
DescriptionFlacher runder Hut mit hervorstehender Spitze in der Mitte. Marke (wiederbefestigt): "68 (Absatz) 1917".
Année d'accès à la collection1893
Type d'accès à la collection als Schenkung
Accès depuisJüdell, Jean Gottfried Leppien
Propriétaire précédentJüdell, Jean Gottfried Leppien

Provenance

  • o.D. acquis par Museum Lüneburg durch unbekannte Erwerbsart chez/auprès de Unbekannt.

Remarques

1893 schenkte der Sohn des Lüneburger Arztes Jüdell dem Museum acht Hüte aus dem Norden Vietnams/Tonkin und von der chinesischen Insel Hainan. Heute sind zehn Hüte erhalten, die sich dieser Region zuordnen lassen. Drei davon, darunter dieser, sind sich so ähnlich, dass sie wahrscheinlich aus der selben Quelle und damit von Jüdell stammen. Bilder vergleichbarer Hüte aus Tonkin gibt es im Musée du Quai Branly (Bspw. Inventarnummer 71.1931.42.338, Negativnr. 1934-1718). Sie waren mit Öl gegen Regen geschützt. Der Zuordnung widerspricht eine später befestigte Marke, die den Hut der Eingangskatalognummer 1917:68 zuweist. Das ist ein Hut unbekannter Herkunft (vermutet wurde Siam) aus dem Nachlass der Mutter des Fabrikanten J. G. Leppien. Wegen der Ähnlichkeit mit den Objekten R.3179.98 und R.3179.99 und den Nachweisen von Hüten aus Tonkin in Paris ist davon auszugehen, dass die Marke am falschen Hut angebracht wurde.

 

Der Einlieferer Jüdell war der in Ostasien lebende Sohn des Lüneburger Arztes Dr. Jüdell. Dr. Jüdell war Mitglied des Museumsvereins. Sein Sohn schenkte dem Museum um 1893 unter anderem acht Hüte aus Tonkin und von Hainan, zwei Fächer aus Federn, drei Paar Schuhe, einen Drillbohrer, eine Opiumpfeife und eine Waagschale.

 

Jean Gottfried Leppien war ein Lüneburger Fabrikant. Die Familie Leppien ist aus Neustadt in Mecklenburg zugezogen. Im späten 19. Jahrhundert stellten sie Tuch und Plüsch her und verkauften es vor allem nach Nordamerika.

Abréviation du processeur HB
Année de recherche du dernier traitement2025
Statut Provenienz in Bearbeitung
Lectures complémentaires

Zeitungsausschnitt vom 25. November, Bestand 05.5 Behncke, Heinrich Leo, Stadtarchiv Lübeck. | Behrens, Albert, Die ethnographische Sammlung, Jahresbericht des Museumsvereins für 1896/1898, 1899, S. 93-110, hier S. 110 | Luntowski, Gustav, Lüneburgs Unternehmer im 19. Jahrhundert, Lüneburger Blätter 15/16, 1965, S. 5-20, hier S. 8-9, 17.

URLhttps://www.postcolonial-provenance-research.com/fr/collections/exposition/ml_r3179100/
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