ML_R.3141
| Inventory number | ML_R.3141 |
|---|---|
| Location | Museum Lüneburg |
| Object name | Kanumodell |
| Place where collected | Amerika, Nordamerika, USA, nordöstliche USA |
| Materials | Rinde (Birke) Holz |
|---|---|
| Technology |
geschnitzt |
| Dimensions | H: 11,8 cm; L: 46,5 cm; T: 11,2 cm |
| Parts | Not assigned |
| Year of manufacture | um 1775 |
| Associated people and institutions | Johann Daniel Taube |
| Type of object | Modelle |
| Category of object |
Ethnographica |
| Cultural attribution |
Keine Zuschreibung |
| Description | Kanumodell aus Birkenrinde und Holz. Ein Ruder und Stab liegen daneben. Im Kanu ein altes Schild mit der Aufschrift "Modell eines Kanue von Birkenrinde wahrscheinlich vom Huron-See". |
| Year of arrival in the current collection | 1791 |
|---|---|
| Type of acquisition |
durch Kauf |
| Acquired | Johann Daniel Taube |
| Previous owner | Johann Daniel Taube |
Provenance
| |
| Editor's initials |
HB |
|---|---|
| Year of most recent editing | 2025 |
| Status |
Provenienz in Bearbeitung |
| Related literature | Schmitz, Claudia, Ethnographica in Braunschweig, Dresden 2016, S. 56-57. | Behrens, Albert, Die ethnographische Sammlung, Jahresbericht des Museumsvereins für 1896/1898, 1899, S. 93-110, hier S. 97. | Körner, Gerhard, Das Raritätenkabinett im Museum für das Fürstentum Lüneburg, Lüneburg 1965, S. 7 | Tschirner, Ulfert, Der Sammler Johann Daniel Taube und die Gründung des Museums der Lüneburger Ritterakademie. Praktiken des Sammelns um 1800, Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie 24, 2022, S. 245-260. |
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| Further objects of the collector/manufacturer in other collections / museums | Es gibt ein vergleichbares Modell in den Braunschweiger Museen (SM, A IV b 214), das der Region des Nordöstlichen Waldlandes (Abenaki? Penobscot?) zugeordnet wird. |
| Object URL | https://www.postcolonial-provenance-research.com/en/database/exposition/ml_r3141/ |





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Das Bootsmodell stammt wahrscheinlich aus der Sammlung Daniel Taubes und kam 1791 in die Sammlungen der Lüneburger Ritterakademie. Es gibt ein vergleichbares Modell in den Braunschweiger Museen (SM, A IV b 214), das der Region des Nordöstlichen Waldlandes (Abenaki? Penobscot?) zugeordnet wird. Die Objekte in Braunschweig wurden vermutlich von den Offizieren Weise, Ruff und Stöfer aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg mitgebracht. Wegen zahlreicher Überschneidungen der Sammlung Taube und der Braunschweiger Bestände ist es wahrscheinlich, dass das Lüneburger Modell den gleichen Weg genommen hat. Boote wie dieses wurden häufig als Touristenartikel hergestellt und verkauft, etwa im Kloster Lorette bei Quebec.
Johann Daniel Taube wurde 1725 als Sohn des Celler Hofarztes geboren. Er studierte in Göttingen und ließ sich danach ebenfalls als Arzt in Celle nieder. Er legte eine große überwiegend naturwissenschaftliche Sammlung an und stand im Austausch mit Gelehrten unter anderem in Kopenhagen und Amsterdam. Außerdem hatte er verwandtschaftliche Beziehungen ins damalige niederländische Suriname, das heutige Suriname und Guyana. 1791 kaufte das Museum der Lüneburger Ritterakademie seine Sammlung für 1.600 Reichstaler. Die Sammlung bestand aus über 45 Tonnen und Kisten und wurde vom 25. Juni bis zum 6. Juli 1791 von Celle nach Lüneburg gebracht.