ML_R.3131.8

Inventory numberML_R.3131.8
LocationMuseum Lüneburg
Object nameTongefäß
Place where collectedAmerika, Lateinamerika, Mexiko, Westmexiko
MaterialsTon
Technology geformt
gebrannt
DimensionsB: ca. 9 cm; H: ca. 9 cm; T: ca. 9 cm
Parts Not assigned
Year of manufacture350 v. Chr. - 500 n. Chr.
Associated people and institutionsHeinrich Julius Blume
Heinrich Blume
Type of objectGefäß
Category of object Ethnographica
Cultural attributionTeuchitlán-Kultur
DescriptionTongefäß mit abgebrochenem Hals, vasenähnliche Form, unten schwarze Stellen.
Year of arrival in the current collection1878-1922
Type of acquisition durch unbekannte Erwerbsart
AcquiredHeinrich Julius Blume, Heinrich Blume
Previous ownerHeinrich Julius Blume, Heinrich Blume

Provenance

  • o.D. acquired through Museum Lüneburg durch unbekannte Erwerbsart at/from Unbekannt.

Comments

Das Objekt stammt wahrscheinlich aus dem Besitz des Kaufmanns Heinrich Blume und wurde dann zwischen 1878 und 1922 dem Museum übergeben. Es lässt sich vermutlich der westmexikanischen „Teuchitlán-Kultur“ zuordnen, was ein Herstellungsjahr zwischen 350 v. Chr. und 500 n. Chr. nahelegt.

 

Die von der Familie Blume stammenden Stücke im Museum Lüneburg gehen wahrscheinlich auf den Kaufmann Heinrich Blume zurück. Dessen Vater Heinrich Julius Blume wurde 1805 im Sarstedt geboren und baute ab 1834 ein Unternehmen im mexikanischen Guadalajara auf. 1841 heiratete er Guadalupe Eligia Castañeda, mit der er drei Söhne und mindestens eine Tochter hatte. In Mexiko bestanden enge Verbindungen zur Familie des preußischen Konsuls Kunhardt. 1855 gründeten Blume, Kunhardt und ein Manuel Corcurea ein gemeinsames Unternehmen. 1858 kehrte Heinrich Julius Blume nach Deutschland zurück, führte ein Geschäft an der Esplanade in Hamburg und wurde bald darauf Handelsrichter. Er starb am 9. Februar 1884.

 

1878 schenkte ein in Guadalajara ansässiger H. Blume dem Museumsverein eine bemalte Schale aus Mittelamerika. Der Spender war sehr wahrscheinlich Heinrich Blume. Heinrich Blume wurde am 11. Juli 1848 geboren. Am 29. Mai 1874 heiratete er dort Marina Kunhardt, die Tochter des Geschäftspartners seines Vaters. Im August 1874 trat er in das Hamburger Unternehmen Heinrich Julius Blumes ein, in dem bereits sein Bruder Carl Marcial Blume arbeitete. Ein Eintrag im Eingangsbuch des Museumsvereins deutet darauf hin, dass Heinrich wenig später wieder in Mexiko lebte.

 

Ab 1885 war Blume Ehrenmitglied des Museumsvereins. Für das Jahr 1891 lässt sich ein Zuckerhandelsunternehmen Blume & Compaña in Guadalajara nachweisen. 1919 hatte es seinen Sitz in der Avenida Corona 186 und 200. Heinrich Blume starb im Juli 1922 in Lüneburg. Eine Frau Blume, wohl Marina, schenkte dem Museum im selben Jahr noch mehrere mexikanische Objekte. Sie starb am 12. September 1927. Heinrich Blume und Maria Kunhardt hatten die beiden Töchter Carolina (geboren am 19. September 1875, gestorben am 3. Dezember 1949) und Elena (geboren am 3. April 1877, gestorben am 19. Mai 1952).

Editor's initials HB
Year of most recent editing2025
Status Provenienz in Bearbeitung
Related literature

Nachkommen Marina Kunhardt - Heinrich Blume, Deutsches Geschlechterbuch 202, 1995, S. 142. | Marina Kunhardt, Deutsches Geschlechterbuch 202, 1995, S. 66. | Eintragungen in das Handelsregister vom 19. August 1874, Hamburgischer Korrespondent vom 23. August 1874, zeitungen.sub.uni-hamburg.de/recherche-zeitungen/detail-zeitungen (09.05.2025), S. 12. | Anzeige des Amtsgerichts Hamburg, Hamburgischer Correspondent vom 4. Mai 1884, | zeitungen.sub.uni-hamburg.de/recherche-zeitungen/detail-zeitungen (09.05.2025), S. 13. | Silva, Gladys Lizama – Ulloa, Sergio Valerio, Redes empresariales en la región de Guadalajara durante el porfiriato, Secuencia 64, 2006, S. 205-230, hier S. 208, 214. | Bureau of the American Republics (Hrsg.), Commercial Directory of Mexico, Washington 1891, S. 17. | The Orders in Council for the Regulation of the Naval Service 12, 1926, S. 665.

Object URLhttps://www.postcolonial-provenance-research.com/en/database/exposition/ml_r31318/
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