SMBS_1709-0593-00

Inventory numberSMBS_1709-0593-00
Old inventory numberA III c 655; Vw 4.0-52/4
LocationStädtisches Museum Braunschweig
Object nameSichel
Place where collectedAfrika, Kamerun, Region Extrême-Nord, "Mandaragebirge"
Materials Not assigned
Technology Not assigned
DimensionsH: 56,5 cm
Parts Not assigned
Year of manufacturevor 1905
Associated people and institutionsKurt Strümpell
Bundle3. Konvolut Strümpell
Category of object Ethnographica
Cultural attribution No attribution
DescriptionNach Wente-Lukas (1977) hatte dieser Typ des Wurfeisens bei den Bana eine zeremonielle Funktion und diente den Jungen während der Initiation als Paradewaffe, die bei ihren Tänzen auf den Märkten in der Hand gehalten oder über der Schulter getragen wurde (S. 184). Wurfeisen konnten generell sowohl als gefürchtete Wurfwaffen dienen wie auch als Schlagwaffen. Einige Typen hatten jedoch mehr zeremonielle Bedeutung oder wurden als Würdezeichen getragen. (E. Haase) Die frühere Objektbezeichnung war „Wurfeisen“. In Absprache mit Tevodai Mambai (2021) von IB zu „Sichel“ geändert. Sis konnte im Krieg/Kampf verwendet werden, wurde aber auch bei Festen oder Beerdigungen von Angehörigen verschiedener Ethnien, die in den Bergen in der Region Extrêm-Nord leben, beim Tanz getragen. Heute Heute wird es als Zeichen kultureller Zugehörigkeit oder als Schmuck getragen, z.B. bei öffentlichen Anlässen oder Feierlichkeiten. Die Grundform der Sicheln ist sehr ähnlich bei verschiedenen Ethnien. Die Motive auf der Klinge unterscheiden sich je nach den Vorlieben der jeweiligen Schmiede. Sie können heute von Männern und Frauen getragen werden, von Frauen v.a. zum Tanz und von Männern als Schmuck/Prestigeobjekt. Mit „Ngili Wuhum“ war vermutlich das heutige Guili gemeint. Der Ort befindet sich im heutigen Extrême-Nord im Departement Mayo-Tsanaga, an der Grenze zu Nigeria. Er wird v.a. von den Bana gewohnt. Was es mit der Bezeichnung „Wuhum“ auf sich hat, ist nicht nachvollziehbar (Tevodai Mambai und Isabella Bozsa, 8.09.2021).
Year of arrival in the current collection1905
Type of acquisition unknown
AcquiredKurt Strümpell

Provenance

  • 1905 acquired through Städtischen Museum Braunschweig (seit 1861) als Schenkung at/from Kurt Strümpell.
  • 1905 acquired through Kurt Strümpell (1872-1947) durch unbekannte Erwerbsart at/from unbekannter Person.

Comments

Die Angaben zum Datum des Erwerbs der Sammlung durch das SMBS variieren in diesem Konvolut und sind hier entsprechend der Angaben des damaligen Konservators Otto Finsch auf den Karteikarten angegeben.

Editor's initials IB
AH
Year of most recent editing2021
Month of most recent editing03
Day of most recent editing15
Status Provenienz noch nicht bearbeitet
Related literature

Veröffentlicht in: D. Hecht, „Katalog der afrikanischen Sammlung im Städtischen Museum Braunschweig. Braunschweiger Werkstücke ; 37“. Waisenhaus-Buchdr. und Verl., Braunschweig, 1968.; Literatur in Zusammenhang: „Waffen aus Zentral-Afrika. Afrika-Sammlung ; 2“. Museum für Völkerkunde, Frankfurt am Main, 1985.; Literatur in Zusammenhang: R. Wente-Lukas, „Die materielle Kultur der nicht-islamischen Ethnien von Nordkamerun und Nordostnigeria. Studien zur Kulturkunde ; 43“. Steiner, Wiesbaden, 1977.

Object URLhttps://www.postcolonial-provenance-research.com/en/database/exposition/smbs_1709-0593-00/
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