SMBS_1709-0131-01/02
| Inventory number | SMBS_1709-0131-01/02 |
|---|---|
| Old inventory number | Vw 1.0-52/32 b; A III c 373 |
| Location | Städtisches Museum Braunschweig |
| Object name | Schwert mit Scheide |
| Place where collected | Afrika, Kamerun, Region Südwest, Lebang (Fontem) |
| Materials |
Rohr (unbestimmt) Glas (Perle) |
|---|---|
| Technology | Not assigned |
| Dimensions | L: 27 cm |
| Parts | Not assigned |
| Year of manufacture | vor 1902 |
| Associated people and institutions | Kurt Strümpell |
| Bundle | 1. Konvolut Strümpell |
| Category of object |
Ethnographica |
| Cultural attribution | No attribution |
| Description | Beschreibung auf alter Karteikarte (Richard Andree): "Breite Scheide aus Kuhfell mit 2 Henkeln, die mit rotem Tuch überzogen sind, runder Stab mit Glasperlen überzogen als Abschluss." An den Griffen befindet sich heute kein rotes Tuch mehr, sie sind mit Flechtwerk umwickelt, das einen rötlichen Ton hat. Die Perlen in verschiedenen Blautönen am unteren Abschluss fehlen zur Hälfte._x000D_ Paule Chl. Dassi (19.09.2019) bezeichnete das Schwert als Prestigeobjekt und symbolische Kriegswaffe, das von einem König oder Titelträgern, wie Notabeln, an großen Zeremonien beim Tanzen getragen wurde. In ähnlicher Form werden sie noch heute bei zeremoniellen Tänzen in der "Grasland"-Region verwendet. Als Beispiel nannte sie den Kriegstanz mieudjon (auch mandjon). Die Schreibweise der kulturellen Zuschreibung variiert in den Quellen; auf den alten Karteikarten im Museum wird überwiegend die Bezeichnung "Bangua" verwendet. |
| Year of arrival in the current collection | 1902 |
|---|---|
| Type of acquisition |
als Schenkung |
| Acquired | Kurt Strümpell |
Provenance
| |
| Editor's initials |
IB |
|---|---|
| Year of most recent editing | 2020 |
| Month of most recent editing | 12 |
| Day of most recent editing | 3 |
| Status |
Provenienz in Bearbeitung |
| PDF index card | |
|---|---|
| Related literature | D. Hecht, „Katalog der afrikanischen Sammlung im Städtischen Museum Braunschweig. Braunschweiger Werkstücke ; 37“. Waisenhaus-Buchdr. und Verl., Braunschweig, 1968.; Literatur in Zusammenhang: „A - G. Deutsches Kolonial-Lexikon ; Bd. 1“. Quelle & Meyer, Leipzig, 1920. |
| Object URL | https://www.postcolonial-provenance-research.com/en/database/exposition/smbs_1709-0131-0102/ |


Comments
Im Sammelzeitraum zwischen 1901-1902 fanden Militärinterventionen gegen die „Bangwa“ statt, an denen Strümpell als Leutnant bzw. Oberleutnant der deutschen Schutztruppe beteiligt war. Der strukturelle Zusammenhang zwischen militärischer Durchdringung und dem Sammeln deutet auf einen Gewaltkontext hin, in dem Strümpell das „Bangwa“-Konvolut erwarb. Auf der alten Karteikarte wird das Schwert dem damaligen Chef von Fontem als Vorbesitzer zugewiesen.