SMBS_1709-0023-00
| Inventory number | SMBS_1709-0023-00 |
|---|---|
| Old inventory number | Vw 1.8-65/12; A III c 443 |
| Location | Städtisches Museum Braunschweig |
| Object name | Bett |
| Indigenous name | ngwuo |
| Place where collected | Afrika, Kamerun, Region Nordwest, Babanki Tungo |
| Materials | Not assigned |
|---|---|
| Technology |
geschnitzt |
| Dimensions | H: 57 cm; B: 197 cm; T: 75 cm |
| Parts |
Einzelteil |
| Year of manufacture | vor 1902 |
| Associated people and institutions | Kurt Strümpell |
| Bundle | 1. Konvolut Strümpell |
| Category of object |
Ethnographica |
| Cultural attribution | No attribution |
| Description | Zum persönlichen Besitz des Fon/Königs und Inventar des Palasts gehörte dieses Bett. Vor 1909, in der Zeit als Strümpell das Bett in Besitz nahm, regierte Asèh Yufanyi, der selbst Schnitzer war (Harter 1992: 182). Ob der König dieses Bett schnitzte oder einer seiner Handwerker ist heute schwer zu sagen. Mitunter ging die Urheberschaft an den König über, auch wenn er selbst die Arbeit nicht durchführte. (Sein Nachfolger Phonchu Asèh regierte von 1910-1918 und war ebenfals Schnitzer) Beschreibung auf der alten Karteikarte: "Aus einem Stück gearbeitetes hölzernes Bett. Am Kopfende ein vollrund ausgeschnittener Puma, auf der einen Seite als tragende Figuren in der Mitte der Häuptling, rechts und links von ihm zunächst seine Weiber mit Palmwein, dann die Großen des Reiches. Auf der anderen Seite stilisierte Schildkröten (?). (Die Seitenteile sind, um den Transport zu ermöglichen, abgesägt.)" Mit "Schildkröten" war das in der Ikonografie des Kameruner Graslands verbreitete Spinnenmotiv gemeint. Die Kopfstütze wird durch einen Leoparden gebildet, dessen Darstellung den Schnitzern des königlichen Hofes vorbehalten war. Mit dem Trinkhorn wurden Trankopfer für die Ahnen dargebracht und zeichneten als Attribut den Fon oder Notabeln aus. Die beiden Frauen neben dem Notabeln mit Trinkhorn halten Palmweinbehälter (Kalebassen) in den Händen, während weitere vier Diener des Königs die Liegefläche stützen. Chr. Geary 1983, S. 157 f. Nr. 16, Abb. 39 zeigt ein Vergleichsobjekt. |
| Year of arrival in the current collection | 1902 |
|---|---|
| Type of acquisition |
als Schenkung |
| Acquired | Kurt Strümpell |
Provenance
| |
| Editor's initials |
IB AH |
|---|---|
| Year of most recent editing | 2021 |
| Month of most recent editing | 02 |
| Day of most recent editing | 26 |
| Status |
Provenienz in Bearbeitung |
| PDF index card | |
|---|---|
| Related literature | Literatur in Zusammenhang: K. Krieger, „Westafrikanische Plastik III. Veröffentlichung des Museums für Völkerkunde Berlin ; N.F.18 Abt. Afrika 5“. Museum für Völkerkunde, Berlin, 1969.; Literatur in Zusammenhang: L. Meyer, „Kunst aus Afrika : Alltag, Riten, höfische Kunst“. Terrail, Paris, 1995.; Literatur in Zusammenhang: C. Geary, „Things of the palace : a catalogue of the Bamum Palace Museum in Foumbam ; with drawings. Studien zur Kulturkunde ; 60“. Steiner, Wiesbaden, 1983.; Veröffentlicht in: „TABU?! : verborgene Kräfte - geheimes Wissen ; [.. erscheint anlässlich der Landesausstellung 2012 der Ethnologischen Sammlungen Niedersachsens .. im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover, 28. September 2012 - 7. April 2013]“. Imhof, Petersberg, 2012.; Beschrieben in: D. Hecht, „Katalog der afrikanischen Sammlung im Städtischen Museum Braunschweig. Braunschweiger Werkstücke ; 37“. Waisenhaus-Buchdr. und Verl., Braunschweig, 1968. Veröffentlicht in: brunoclaessens.com/2015/02 S. 18 - 22. |
| Object URL | https://www.postcolonial-provenance-research.com/en/database/exposition/smbs_1709-0023-00/ |




Comments
Hervé Youmbi und Rachel Mariembe nehmen an, dass das Bett entweder mit Gewalt erworben wurde oder es sich um eine Auftragsarbeit handelte. Das eigene oder eins der eigenen Betten würde ein König nicht (freiwillig) abgeben (Besuch PAESE 2021). Die Angabe, dass ein Teil abgesägt wurde, konnte nicht ganz nachvollzogen werden. Möglicherweise ist das Holz auch gerissen aufrund der Klimaveränderung.