RPM_V 10944

Inventory numberRPM_V 10944
LocationRoemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim
Object nameFigur "Daoistischer Unsterblicher"
Place where collectedChina
Materials Not assigned
Technology glasiert
DimensionsH: 38 cm; B: 19 cm; 12 cm
Parts Einzelteil
Year of manufactureMing-Dynastie, 2. Hälfte 16. Jahrhundert
Associated people and institutionsErnst Ohlmer
BundleSammlung Ernst Ohlmer
Category of object Ethnographica
Cultural attribution No attribution
DescriptionMing-Dynastie (1368-1644); Gekleidet in ein Beamtengewand mit vierklauigem Drachendekor, sitzt der Unsterbliche auf einem Sockel, das linke Bein leicht angewinkelt, und hält in der rechten Hand einen Fächer, während er die linke lose herabhängen lässt. Darunter ist eine gemalte Zone mit einem spitzen Felsen in der Mitte und schäumenden Wellen. Die Figur ist unten geschlossen mit einer eingetieften unglasierten Basis und hat auf dem Rücken ein halbkreisförmiges Brandloch. Der Dekor ist in kräftigem Unterglasurblau gemalt, mit Konturzeichnung und laviert in einem einzigen Ton. Auf der Rückseite hat die Figur die Aufschrift: Chang ming fu gui, "Langes Leben, Reichtum und Ehre", deren Zeichen in Form einer Münze angeordnet sind. Entsprechend der Anzahl der Unsterblichen gehörte die Figur wahrscheinlich zu einem Satz von acht. Möglicherweise handelt es sich bei dem Dargestellten um Zhongli Quan, dessen Attribut u.a. ein Fächer ist. Ähnliche Beispiele wurden 1935 in London gezeigt (Chinese Art Exhibition, Kat.Nr. 1926) und 1954 in Venedig (Mostra d'Arte cinese, Kat.Nr. 678). Weitere Beispiele befinden sich im John Herron Art Institute, Indianapolis (Judith u. Artur Hart Burling, Chinese Art, New York 1953, Abb. 341) und im Institut Néerlandais, Paris (Lion-Goldschmidt, Ming, Abb. 159). Das Objekt ist im Katalog durch Ohlmers Sammlung unter der Nr. 170 (1932) und Nr. 68 (1898 Blauweiß) zu finden.
Year of arrival in the current collectionzwischen 1881 und 1929
Type of acquisition als Schenkung
Previous ownerSeezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927)

Provenance

  • zwischen 1881 und 1929 acquired through Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim als Schenkung at/from Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927).
  • 1889-1898 acquired through Seezolldirektor Ernst Ohlmer (1847-1927) durch unbekannte Erwerbsart at/from kaiserlich-preußischen Gesandten Max von Brandt (1835-1920).
  • 1875-1880 acquired through kaiserlich-preußischen Gesandten Max von Brandt (1835-1920) als Schenkung at/from unbekanntem Verkäufer.

Comments

Durch Ernst Ohlmer sind chinesische Porzellane zwischen 1881 und 1929 als Schenkung und als Nachlass ins Roemer-Museum Hildesheim gekommen. Die Sammlung E. Ohlmer war ab 1898 im Museum ausgestellt, eine endgültige Schenkung der Sammlung fand erst 1929 durch die Witwe Louise Ohlmer statt.

Editor's initials AN
Year of most recent editing2023
Status Provenienz in Bearbeitung
ReceptionOhlmer, Ernst, Führer durch die Ohlmer'sche Sammlung chinesischer Porzellane, z. Z. aufgestellt im Roemer-Museum Hildesheim, nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im Allgemeinen, seine Herstellung, Verwendung und Geschichte, Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1898| Ohlmer, Ernst und Louise, Führer durch die Ernst Ohlmer-Sammlung chinesischer Porzellane im Hermann Roemer-Museum in Hildesheim: nebst Bemerkungen über chinesisches Porzellan im allgemeinen, seine Herstellung und Geschichte; Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1932| Wiesner, Ulrich, Chinesisches Porzellan: die Ohlmer'sche Sammlung im Roemer-Museum, Hildesheim, Mainz: Verlag Philipp von Zabern, 1981.
Related literature

Nicklisch, Andrea, Die Sammlungen Ernst Ohlmer und Max von Brandt. Sammlungspraktiken im China der späten Qing-Zeit (1875-1914), Projekt-ID: KK_LA05_I2022, https://www.proveana.de/de/link/pro00000165.

Object URLhttps://www.postcolonial-provenance-research.com/en/database/exposition/rpm_v-10944/
Download:PDF