| Related literature | Behrens, Albert, Die ethnographische Sammlung, Jahresbericht des Museumsvereins für 1896/1898, 1899, S. 93-110, hier S. 101. | Eingangsbuch des Museumsvereins I (1878-1912), Archiv des Museums Lüneburg, Nr. 1849-1855. | Bericht von Marie Brügggemann über ihre Familie, Privatarchiv Hiltrud Gutowski (Lüneburg), S. 2-3. | Schreiben Carl Heintzels vom 27. Oktober 1886, Ethnologisches Museum Berlin I/MV 0705. | Jahresbericht des Naturwissenschaftlichen Vereins 1876/1877, Jahreshefte des Naturwissenschaftlichen Vereins für das Fürstentum Lüneburg 7 (1878), S. 11-14, hier S. 11. | Jahresbericht des Naturwissenschaftlichen Vereins 1880/1881, Jahreshefte des Naturwissenschaftlichen Vereins für das Fürstentum Lüneburg 8 (1882), S. 9-12, hier S. 10. | Jahresbericht des Naturwissenschaftlichen Vereins 1887/1888, Jahreshefte des Naturwissenschaftlichen Vereins für das Fürstentum Lüneburg 11 (1890), S. 6-14, hier S. 6. |
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Die Keule stammt wahrscheinlich aus der Sammlung von Hans Knop und kam dann 1880 ins Museum. Sie lässt sich vermutlich den Zulu zuordnen.
Hans Knop wurde nach 1849 geboren und starb nach 1887. Sein Vater war der Weinhändler August Christian Knop (1813-1904). Das väterliche Geschäft lag am Sande 52. Knops Schwager war der Chemiker und Altertumsforscher Dr. Carl Heintzel (1841-1910). Hans Knop machte erst eine Ausbildung in Bremen und im Rheinland und zog dann nach San Francisco. Später ließ er sich in Johannesburg im damaligen Transvaal nieder und arbeitete in einer Bank. Gleichzeitig kaufte er zumindest einige Anteile der Du Preez Gold Mining & Estate Company.
1880 schenkte Knop dem Museum einen Schild, zwei Speere, zwei Wurfspeere und zwei Stöcke. Die Objekte wurden alle den Zulu zugeordnet. Heute sind davon noch der Schild und vermutlich ein Stock erhalten. Knop brachte von seinen Reisen außerdem den Papagei Lora mit, der noch lange in der Familie lebte und Lieder sang. Von 1871 bis 1881 und erneut von 1886 bis 1887 oder 1888 war Hans Knop Mitglied im Naturwissenschaftlichen Verein. 1880 oder 1881 hielt er einen Vortrag „über Südafrika“.
Im Herbst 1886 bot Carl Heintzel dem Völkerkundemuseum Berlin eine Sammlung von Waffen, Schmuck und Alltagsgegenständen von einem Familienmitglied Knop an, „welcher sich zur Zeit des Zulukrieges in Südafrika aufhielt und eine kleine Sammlung Waffen und Gebrauchsgegenstände der Zulus mitbrachte“. Das Museum lehnte das wahrscheinlich ab. Einige der Stücke (Speere und Stäbe, möglicherweise Hoheitszeichen) befinden sich heute in einer Privatsammlung. Hans Knop starb der familiären Überlieferung zufolge, als er nachts sein Haus verwechselte und bei einem englischen Nachbarn durch das Fenster einstieg. Der hielt ihn für einen Einbrecher und erschoss ihn.