| 扩展说明 | Über einem gewölbten Fußring, mit runder, zu zwei Schauseiten abgeflachter Gefäßform, die in einem eingeschnürten Hals mit becherartig geweiteter Mündung und nach innen gestellter Lippe übergeht; mit zwei weiten, eckig gebogenen Henkeln, die auf der Schulter in Ruyi-Köpfen enden. Der Dekor ist in Unterglasurrot gemalt: Auf jeder Seite der Wandung ein großes Medaillon, in das, ausgehend von einem sechseckigen Stern in der Mitte, ein kleingliederiges geometrisches Muster eingepaßt ist, dessen einzelne Felder wiederum Rahmen für stilisierte Blumen und Ranken bilden; auf den Schmalseiten eine formalisierte Blütenranke, die sich in einem Band am Halsansatz wiederholt, und an der Mündung ein "Wolkenkragen"-Muster.Die Sechs-Zeichen-Siegelmarke ist in Unterglasurblau auf die Basis geschrieben.
Ursprünglich Sammlung Ernst Ohlmer.
Weitere Beispiele befinden sich in der Baur Collection (Ayers, Chinese Ceramics, IV, Kat. Nr. A 535) und im Gulbenkian Museum ( Legeza, Malcom Macdonald Collection, Kat.Nr. 220; siehe auch Jenyns, Later Chinese Porcelain, Tafel 86, der dieses unterglasurrote Stück neben ein Beispiel dieses Typus in Überglasurrot stellt).
Diese Pilgerflaschen beziehen sich auf ein Vorbild des frühen 15. Jahrhunderts (Pope, An Early Ming Porcelain in Muslim Style, in: Aus der Welt der islamischen Kunst. Festschrift für Ernst Kühnel, Berlin 1959; mit einer Darstellung der Bedeutung des Dekors). Das Beispiel in Unterglasurblau im National Palace Museum, das dort in die Yongle-Periode, 1403- 1424 datiert wird ( Blue-And-White Ware of the Ming Dynasty, I, Tafel 6), stammt nach Ayers möglicherweise erst aus der Qing-Zeit (Chinese cermaics, IV, Kat. Nr. A 535).
Das Objekt ist im Katalog durch Ohlmers Sammlung unter der Nr. 157 (1932) und Nr. 91 (1898 Bunt) zu finden. |
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备注
Durch Ernst Ohlmer sind chinesische Porzellane zwischen 1881 und 1929 als Schenkung und als Nachlass ins Roemer-Museum Hildesheim gekommen. Die Sammlung E. Ohlmer war ab 1898 im Museum ausgestellt, eine endgültige Schenkung der Sammlung fand erst 1929 durch die Witwe Louise Ohlmer statt.