| 扩展说明 | Auf hohem Fußring, mit runder, zu zwei Schauseiten abgeflachter Gefäßform und hohem, eingeschwungenem Hals mit ausschwingender Lippe; zwei Henkel in Drachenform. Der Dekor ist als Konturlinien in kräftigem Unterglausurblau gemalt, die, in Anlehnung an die Doucai-Technik, über der krakelierten Glasur mit Lackfarben gefaßt sind: Auf jeder Seite der Wandung ein großes Medaillon mit einer Landschaft mit Reisfeldern, einem Bauern und Wasserbüffel, auf der einen Seite pflügend, auf der anderen eggend; eingefaßt auf den Schmalseiten mit dichtem Rankenwerk mit Päonienblüten und Fledermäusen sowie, an einem Ruyi-Kopf hängend, das Zeichen für shou, "langes Leben", und darunter der "klingende Stein" mit Quaste; am Hals eine Fledermaus über einer Arabeskenranke und einem Mäanderband sowie ein Band aus Ruyi-Köpfen unterhalb der Lippe, innen und außen, das sich am Fußring wiederholt.
Die Sechs-Zeichen-Siegelmarke ist in Unterglasurblau auf die Basis geschrieben.
Ursprünglich Sammlung Max von Brandt.
Die Darstellungen des Pflügens und Eggens von Reisfeldern gehen direkt auf das Bildwerk vom "Pflügen und Weben", Gengzhitu, das Illustrationen zum Thema Ackerbau und Seidengewinnung enthält, zurück. Im Jahre 1739 schrieb Kaiser Qianlong ein Vorwort zu der neuen Ausgabe, nachdem er, wie vor ihm bereits Kaiser Kangxi, 1662-1722, zu jedem Bild ein Lied verfaßt hatte. Die Tatsache, daß es sich hierbei um staatstragende Tätigkeiten handelt, erklären solche nur scheinbar alltägliche Szenen auf dieser monumentalen Vasenform.
Das Objekt ist im Katalog durch Ohlmers Sammlung unter der Nr. 275 (1932) und Nr. 46 (1898 Blauweiß) zu finden. |
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备注
Durch Ernst Ohlmer sind chinesische Porzellane zwischen 1881 und 1929 als Schenkung und als Nachlass ins Roemer-Museum Hildesheim gekommen. Die Sammlung E. Ohlmer war ab 1898 im Museum ausgestellt, eine endgültige Schenkung der Sammlung fand erst 1929 durch die Witwe Louise Ohlmer statt.